Quartalsverlust: Freddie Mac schreibt 821 Millionen Dollar Miese - DER SPIEGEL
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Quartalsverlust Freddie Mac schreibt 821 Millionen Dollar Miese

US-Hypothekenfinanzierer in der tiefen Krise: Das zweitgrößte Unternehmen der Branche, Freddie Mac, hat einen gigantischen Quartalsverlust eingefahren - den vierten in Folge.
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New York - Das Minus belief sich im zweiten Quartal netto auf 821 Millionen Dollar, wie das Unternehmen mitteilte. Im Vorjahreszeitraum hatte es noch 729 Millionen Dollar Gewinn erwirtschaftet. Freddie Mac kündigte deshalb an, seine Dividende im dritten Quartal auf höchstens fünf Cent je Aktie von ursprünglich geplanten 25 Cent zu senken. Außerdem bekräftigte das Unternehmen, sich neues Kapital besorgen zu wollen.

Die Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Kreditgeschäft gab Freddie Mac mit 2,8 Milliarden Dollar an, darunter Rückstellungen für Kreditverluste sowie Restrukturierungskosten.

Freddie Mac und der Konkurrent Fannie Mae waren im Juli an den Aktienmärkten massiv unter Druck geraten: Gerüchte über horrende Verluste wegen fauler Hypothekenkredite hatten die Runde gemacht.

Die Krise der beiden Giganten hatte die Öffentlichkeit aufgeschreckt: Investoren fürchteten bei einem Zusammenbruch der beiden Institute einen Kollaps des gesamten US-Immobilienmarkts. Fast die Hälfte aller US-Hypotheken sind über sie abgesichert - insgesamt 5,2 Billionen Dollar. Für den Notfall eines weiteren Absturzes schnürte die US-Regierung bereits ein Rettungspaket aus Steuergeldern.

Seit Ausbruch der Krise sind auch die Chefs der beiden Konzerne mächtig in die Kritik geraten. Die "New York Times" berichtete jüngst, Freddie-Mac-Oberhaupt Richard F. Syron sei bereits 2004 von einem Mitarbeiter der Risikoabteilung über die Probleme seines Unternehmens aufgeklärt worden - Syron habe die Warnungen schlicht ignoriert.

ase/dpa/Reuters