Quartalszahlen Big Blues bei IBM
New York - Der Nettogewinn je Aktie stürzte wegen der Aufwendungen für den Personalabbau, hoher Kosten für die Umstrukturierung der Mikroelektroniksparte und des Festplattengeschäfts im zweiten Quartal auf 3 Cent je Aktie nach 1,17 Dollar je Aktie ab. Der Umsatz fiel den Angaben zufolge von 20,83 Milliarden Dollar auf 19,651 Milliarden Dollar und hat damit die durchschnittlichen Analystenerwartungen leicht übertroffen. Für das Jahr 2002 bestätigte das Unternehmen seine Gewinnprognose.
Aktie zieht nachbörslich an
IBM stiegen im nachbörslichen Handel um rund 2,5 Prozent auf 72,50 Dollar, nachdem sie mit 70,69 Dollar aus dem regulären Börsentag gegangen waren.
IBM verdiente im April-Juni-Abschnitt 2002 nur noch 56 Millionen Dollar gegenüber einem Gewinn von zwei Milliarden Dollar im zweiten Quartal des Vorjahres. Dabei wirkten sich Sonderbelastungen von insgesamt 1,4 Milliarden Dollar aus. Ohne die Sonderbelastungen hätte IBM nach eigenen Angaben 1,45 Milliarden Dollar verdient. IBM-Chef Samuel Palmisano verwies auf eines der schwierigsten Investitionsumfelder seit Jahrzehnten. Er hob IBM-Maßnahmen zur Besserung der Kosten- und Ausgabenstruktur hervor, die sich sofort auswirken würden.
Umsatzrückgang bei Dienstleistungen
Die wichtige Computer-Dienstleistungssparte wies einen Umsatzrückgang von einem Prozent auf 8,7 Milliarden Dollar aus, dafür verbuchte der Bereich Geschäftskunden im zweiten Quartal Neuaufträge von 10,6 Milliarden Dollar. Der Hardware-Umsatz fiel um 16 Prozent auf 6,7 Milliarden Dollar. Der PC- und der Chipumsatz schrumpften ebenfalls, während das Softwaregeschäft um acht Prozent auf 3,3 Milliarden Dollar zulegte.
Den prozentual größten Umsatzrückgang verzeichnete das Unternehmen in Amerika. Dort fiel der Umsatz um 5 Prozent auf rund 9 Milliarden Dollar. In Europa, dem Mittleren Osten und Afrika sei der Umsatz um 3 Prozent auf 5,6 Milliarden Dollar gefallen. Ebenfalls um 3 Prozent ging der Umsatz in der Region Asien/Pazifik zurück.