Quartalszahlen: BMW macht weniger Verlust als erwartet - DER SPIEGEL
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Quartalszahlen BMW macht weniger Verlust als erwartet

Die Autokrise trifft BMW: Der Premiumhersteller hat im ersten Quartal einen Verlust von 55 Millionen Euro gemacht - weil der Absatz der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce eingebrochen ist. Analysten hatten allerdings schlechtere Zahlen erwartet.
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München - Das Minus hält sich in Grenzen: BMW muss zum Jahresauftakt einen Quartalsverlust vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 55 Millionen Euro verbuchen, wie der Konzern am Mittwoch in München mitteilte. Vor Jahresfrist stand noch ein Plus von 827 Millionen Euro in den Büchern. Unter dem Strich belief sich der Fehlbetrag auf 152 Millionen Euro, nach einem Überschuss von 487 Millionen Euro. Damit fielen die Verluste aber geringer aus als erwartet.

Analysten hatten im Schnitt mit einem Ebit von minus 291 Millionen Euro und einem Nettoverlust von 339 Millionen Euro gerechnet. Beim Umsatz wurde ein Wert von 10,57 Milliarden Euro erwartet. BMW verbuchte dagegen Erlöse in Höhe von 11,509 Milliarden Euro - das sind 13,4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die anhaltende Kaufzurückhaltung und weiterhin hohe Refinanzierungskosten hätten die Geschäftsentwicklung spürbar beeinträchtigt, hieß es.

Der weltweite Absatz der Marken BMW, Mini und Rolls-Royce brach von Januar bis Ende März um 21,2 Prozent auf 277.264 Fahrzeuge ein. Die Kernsparte Automobile schrieb einen Verlust vor Zinsen und Steuern von 251 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 619 Millionen Euro. Der Umsatz sackte um 21 Prozent auf 9,605 Milliarden Euro ab.

Im Zuge des Effizienzprogramms habe der Konzern die Kostenstrukturen im ersten Quartal weiter verbessert, führte BMW aus. Die Lagerbestände seien weiter reduziert und das Nettoumlaufvermögen im Autosegment um 1,076 Milliarden Euro verringert worden. Der Free Cashflow belief sich auf 220 Millionen Euro. Die Konzernliquidität betrug zum Quartalsende 10,025 Milliarden Euro.

Für das Gesamtjahr wollte Konzernchef Norbert Reithofer weiter keine Prognose abgeben. 2009 sei ein Übergangsjahr. Der weltweite Absatz werde unter dem Vorjahresniveau von 1,4 Millionen Autos liegen, bekräftigte BMW. An seiner Langfristprognose hielt der Konzern fest: Für 2012 wird im Autosegment eine Ebit-Marge von acht bis zehn Prozent und eine Rendite auf das eingesetzte Kapital (ROCE) von mehr als 26 Prozent angepeilt.

sam/Reuters