Quartalszahlen: Boeing hofft auf den Dreamliner - DER SPIEGEL
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Quartalszahlen Boeing hofft auf den Dreamliner

Der Flugzeugbauer Boeing will in den kommenden Jahren deutlich wachsen. Der US-Konzern setzt auf eine anhaltend hohe Nachfrage im Rüstungssektor und neue Bestellungen im Bereich der zivilen Luftfahrt.
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Chicago - Am Mittwoch bestätigte der Konkurrent des europäischen Flugzeugbauers Airbus seine Ziele für 2005 und 2006. Im ersten Quartal dieses Jahres verbuchte Boeing   allerdings stagnierende Umsätze und weniger Gewinn. Die Aktien des Konzerns gaben daraufhin 1,86 Prozent auf 57,90 Dollar nach.

Am Tag des Jungfernflugs des neuen Großraum-Airbus A380 meldete Boeing für die ersten drei Monate einen Umsatzzuwachs um ein Prozent auf 12,987 Milliarden Dollar. Damit blieb das Unternehmen leicht hinter den Erwartungen der Analysten zurück, die im Schnitt mit 13,278 Milliarden Dollar gerechnet hatten. Der Gewinn sank von 623 Millionen auf 535 Millionen Dollar beziehungsweise 0,77 auf 0,66 Dollar je Aktie. Analysten hatten im Schnitt allerdings nur 55 Cent erwartet.

Zur Begründung hieß es, die Margen hätten sich verbessert. Außerdem habe Boeing unter anderem von Steuerberichtigungen und dem Verkauf der Sparte Electron Dynamic Devices (EDD) profitiert.

Unveränderter Ausblick

Der Ausblick für 2005 und 2006 bleibe unverändert, hieß es weiter. So gehe Boeing weiterhin von einem starken Umsatz- und Ergebnisanstieg aus. Anders als von einigen Anlegern erhofft, blieb der Flugzeugbauer bei seiner im Februar angehobenen Prognose, in diesem Jahr 320 und im kommenden Jahr 375 bis 385 Flugzeuge ausliefern zu wollen.

Im laufenden Jahr rechnet Boeing mit rund 58 Milliarden Dollar Umsatz und 2,40 bis 2,60 Dollar Gewinn je Aktie. 2006 sollen es zwischen 62 Milliarden und 63 Milliarden Dollar Umsatz und 3,00 bis 3,20 Dollar Gewinn je Aktie werden.

Gute Margen seien vor allem im Bereich Verteidigungstechnik (Integrated Defense Systems/IDS) erzielt worden, sagte Vorstandschef James Bell. Bei einem Umsatz von 7,543 Milliarden Dollar - plus zwei Prozent - habe sich die operative Marge von 10,0 auf 11,2 Prozent erhöht. Der Gewinn kletterte um 15 Prozent von 738 Millionen auf 847 Millionen Dollar.

Auch der Markt für zivile Flugzeuge erhole sich weiter, sagte Bell. So seien beim Airbus-Konkurrenten mehr als 250 neue Bestellungen eingegangen, davon 60 vom Typ 787 Dreamliner. Diese geplante neue Maschine, die voraussichtlich erst 2010 abheben wird, setzt im Gegenzug zum A380 auf weniger Passagiere und dafür auf geringeren Verbrauch und größere Reichweite. In den vergangenen 12 Monaten seien dafür von 19 Fluggesellschaften 237 Bestellungen beziehungsweise Vormerkungen eingegangen.

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