Quartalszahlen: Cisco bleibt die Lokomotive - DER SPIEGEL
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Quartalszahlen Cisco bleibt die Lokomotive

Cisco-Chef John Chambers ist zufrieden und die Analysten sind es auch. Der US-Netzwerkausrüster hat im abgelaufenen Geschäftsquartal dank Kostensenkungen seinen Gewinn deutlich gesteigert.
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San Jose - "Dies war ein weiteres solides Quartal für Cisco trotz der anhaltenden Schwierigkeiten in der Wirtschaft", erklärte Chambers nach US-Börsenschluss. Im abgelaufenen vierten Geschäftsquartal (zum 27. Juli) habe sich der Nettogewinn auf 772 (Vorjahresquartal 7,0) Millionen Dollar oder zehn Cent je Aktie erhöht, gab der weltweit größte Internetausrüster bekannt. Vor Einmal-Posten sei der Gewinn auf 1,0 (163 Millionen) Milliarden Dollar oder 14 Cent je Aktie gestiegen. Der Umsatz habe auf 4,8 (4,3) Milliarden Dollar zugenommen. Analysten hatten einer Umfrage von Thomson First Call zufolge im Schnitt mit einem geringeren Gewinn je Aktie vor Einmal-Posten von zwölf Cent und einem etwas höheren Umsatz von 4,89 Milliarden Dollar gerechnet.

Die Investitionen großer Unternehmen in Netzwerk-Ausrüstung bezeichnete der Cisco-Chef als weiterhin vorsichtig, aber stabil. Die Situation auf dem Telekommarkt bleibe indessen schwierig. Für das laufende erste Geschäftsquartal geht der Konzern nach den Worten von Chambers von einem Umsatz aus, der auf oder etwas über dem Niveau des Vorquartals liegen werde.

Analysten erwarten, dass sich das Unternehmen immer besser in seiner Branche behauptet. Justin McNichols, Portfolio-Manager bei Osborne Partners Capital Management, bezeichnete den Quartalsumsatz kurzfristig gesehen zwar als ein wenig schwach. Auf lange Sicht betrachtet verbessere Cisco aber in jedem Quartal seine Position, sagte er. "Sie gewinnen Marktanteile hinzu. Das ist ziemlich offenkundig."

Chambers teilte ferner eine Ausweitung des Aktienrückkaufprogramms auf acht Milliarden Dollar von bislang geplanten drei Milliarden Dollar mit. Zudem gab er bekannt, dass Finanzchef Larry Carter zu seinem 60. Geburtstag im Mai kommenden Jahres in den Ruhestand treten wolle. Er werde sich aber bemühen, Carter davon zu überreden, länger im Amt zu bleiben.

Cisco-Aktien gewannen im nachbörslichen Geschäft auf der elektronischen Handelsplattform Instinet auf 13 Dollar, nachdem sie kurz nach Bekanntgabe der Zahlen zunächst auf 11,95 Dollar gefallen waren. Den regulären Handel an der US-Technologiebörse Nasdaq hatten die Papiere mit einem Plus von mehr als sechs Prozent bei 12,07 Dollar beendet. Seit Jahresbeginn waren die Titel um 33 Prozent gefallen.