Quartalszahlen Commerzbank-Chef sieht keine Besserung
Frankfurt am Main - Der Konzerngewinn nach Steuern betrage für April bis Juni 248 Millionen Euro nach 254 Millionen Euro im ersten Quartal, teilte die Bank am Mittwoch mit. Damit erfüllt Deutschlands drittgrößte börsennotierte Bank die Erwartungen der Analysten - 20 von Reuters befragte Experten hatten im Schnitt mit einem Gewinn nach Steuern von 246 Millionen Euro gerechnet. Beim Ergebnis aus Beteiligungen und Wertpapieren weist die Bank 181 Millionen Euro aus, allein mehr als 100 Millionen Euro davon verbuchte das Institut steuerfrei aus dem Verkauf ihrer 1,9-prozentigen Beteiligung an Spaniens größter Bank Santander Central Hispano.
Bankchef Klaus-Peter Müller rechnet für den weiteren Jahresverlauf mit einem schwierigen Marktumfeld. "Auch im zweiten Halbjahr werden wir mit schwierigen Rahmenbedingungen konfrontiert sein", schreibt er im Zwischenbericht und bekräftigte, für 2004 dürften die Aktionäre wieder mit einer Dividende rechnen. Nach dem Milliardenverlust 2003 waren sie leer ausgegangen.
Im operativen Geschäft hinterließ das schwierige Marktumfeld Spuren: Der Eigenhandel brach stärker als erwartet ein, und zwar um annähernd 60 Prozent im Vergleich zum Auftaktquartal auf 131 Millionen Euro. Dagegen blieb der Rückgang beim Provisionsergebnis auf 557 Millionen Euro überschaubar. Der Zinsüberschuss stieg den Angaben zufolge sogar auf 805 Millionen Euro, enthält im zweiten Quartal aber traditionell Dividendeneinnahmen.