Quartalszahlen Gewinneinbruch bei Epcos
München - Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen sei im dritten Quartal des Geschäftsjahres 2000/01 (30. September) um 63 Prozent auf 34 Millionen Euro gesunken, teilte der Hersteller elektronischer Bauteile am Donnerstag in München mit. Im Vorjahr hatte es bei 92 Millionen Euro gelegen. Grund für den Rückgang waren den Angaben zufolge die rückläufige Auslastung der Fertigungskapazitäten, niedrigere Preise und Restrukturierungskosten. Der Umsatz sank um elf Prozent auf 440 Millionen Euro. Epcos verloren bis zum Vormittag im Dax 2,54 Prozent auf 49,51 Euro und standen damit auf der Verliererliste ganz oben
Im laufenden Geschäftsjahr müssen den Angaben zufolge einmalige Sonderbelastungen von bis zu 60 Millionen Euro verkraftet werden. Der größere Teil davon falle im vierten Quartal an, das deswegen einen Verlust aufweisen werde. Verantwortlich für die Sonderbelastungen seien zu gleichen Teilen Rückstellungen für Stellenstreichungen und Sonderabschreibungen auf Anlagevermögen.
Verlust im vierten Quartal
Epcos teilte weiter mit, im Gesamtjahresergebnis seien Sonderbelastungen von bis zu 60 Millionen Euro enthalten. Diese setzten sich voraussichtlich zu gleichen Teilen aus Rückstellungen für Stellenstreichungen sowie Sonderabschreibungen auf das Anlagevermögen zusammen. Da der größere Teil dieser außerordentlichen Posten im vierten Quartal anfallen werde, sei hier ein Verlust zu erwarten. Konkrete Zahlen nannte Epcos jedoch nicht.
Man glaube aber fest daran, dass sich das Geschäft von Epcos im Laufe des kommenden Jahres wieder verbessern werde, sagte der Vorstandsvorsitzende Gerhard Pegam. Bei allen Unwägbarkeiten bleibe die Elektronik eine der attraktivsten Wachstumsbranchen mit hervorragenden Perspektiven.