Quartalszahlen: Hapag-Lloyd-Verkauf rettet TUI ins Plus - DER SPIEGEL
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Quartalszahlen Hapag-Lloyd-Verkauf rettet TUI ins Plus

Durchwachsene Bilanz für TUI: Der Touristik-Konzern verbucht unterm Strich im ersten Quartal einen Gewinn von 415 Millionen Euro. Dieser geht jedoch auf Sonderposten zurück - das Kerngeschäft Touristik dagegen brach um 15 Prozent ein.
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Hannover - TUI hat auch im ersten Quartal 2009 im operativen Geschäft rote Zahlen geschrieben. Der Vorsteuerverlust hat sich sich von Januar bis März gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 21 Prozent auf 462 Millionen Euro ausgeweitet. Das teilte der Reise- und Schifffahrtskonzern am Montag in Hannover mit. Zudem seien die Umsätze um 15 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro zurückgegangen.

Wegen des Buchgewinns aus dem Teilverkauf der Containerschifffahrtsreederei Hapag-Lloyd verbuchte TUI unter dem Strich allerdings einen Gewinn von 415 Millionen Euro - nach einem Minus von 279 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Reisekonzern sprach von einem operativen Geschäft "im Rahmen der Erwartungen". Seine 4,1 Milliarden Euro schwere Nettoverschuldung senkte der Konzern auf 2,6 Milliarden Euro.

Als Ursachen für die Rückgänge wurden das Ostergeschäft genannt, das in diesem Jahr in das zweite Quartal fiel, sowie Einbrüche in der Schifffahrt infolge der Weltwirtschaftskrise.

Seine Prognose für das Gesamtjahr behält der Konzern bei. Es werde 2009 weiter ein positives Konzernergebnis erwartet. Dieses soll sogar "deutlich" über dem Vorjahresniveau liegen. Begründet wird diese Einschätzung mit dem Sondererlös aus dem Hapag-Lloyd-Teilverkauf und einem stabilen Geschäft in der Touristik. Die Urlaubsbuchungen für das Sommergeschäft seien "robust", hieß es.

15 Prozent Rückgang im Kerngeschäft

Im Vergleich zum Vorjahr ist TUIs Kerngeschäft allerdings deutlich eingebrochen: Der Umsatz im Touristik-Sektor sank im ersten Quartal um knapp 15 Prozent auf rund 3,1 Milliarden Euro. Aufgrund der geringeren Nachfrage hatte TUI sein Angebot an Pauschalreisen deutlich reduziert.

Für sein Kerngeschäft erwartet die TUI insgesamt einen rückläufigen Umsatz, der auch mit dem schwachen Kurs des britischen Pfunds zusammenhängt. In England macht TUI einen großen Teil ihres Geschäfts.

Die Buchungen für die Sommersaison entwickelten sich derzeit bei der Tochter TUI Travel, in der das Reiseveranstaltergeschäft gebündelt ist, erwartungsgemäß. Die Zahl der Gäste liegt 15 Prozent unter dem Vorjahresniveau und die gebuchten Umsätze liegen 13 Prozent unter dem Vergleichswert.

ssu/dpa/ddp/Reuters

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