Quartalszahlen: Oracle übertrifft Analystenerwartungen - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Quartalszahlen Oracle übertrifft Analystenerwartungen

Oracle hat trotz eines geringen Umsatzrückgangs im ersten Quartal mehr verdient als im gleichen Vorjahreszeitraum. Der weltweit zweitgrößte Software-Hersteller übertraf damit die Erwartungen der Analysten.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Redwood - Der Gewinn sei im Berichtsquartal auf 510,65 Millionen Dollar oder neun Cent je Aktie gestiegen, teilte Oracle am Donnerstag in Redwood mit. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte der Umsatz 500,68 Millionen Dollar oder acht Cent je Aktie betragen.

Analysten hatten lediglich mit acht Cent je Aktie gerechnet. Oracle   selber hatte einen unveränderten Ertrag im Vorjahresvergleich prognostiziert. Der Softwarekonzern führte den Gewinnanstieg auf Kostensenkungsmaßnahmen zurück, die die etwas niedrigeren Umsatzerlöse wettgemacht hätten.

Der Umsatz sei auf 2,24 Milliarden Dollar von 2,26 Milliarden Dollar leicht zurückgegangen, teilte das Unternehmen weiter mit. Die Umsatzerlöse aus dem Geschäft mit Softwarelizenzen seien dagegen um neun Prozent auf 731,43 Millionen Dollar zurückgegangen (Vorjahr: 807,24 Millionen Dollar). Im August hatte das Unternehmen noch gewarnt, dass der Umsatz aus diesem Bereich um zehn Prozent sinken könnte. Mit Dienstleistungen habe Oracle 1,51 Milliarden Dollar nach 1,45 Milliarden Dollar umgesetzt. Das Betriebsergebnis bezifferte Oracle auf 745,77 (658,04) Millionen Dollar.

Oracle sagte die für diesen Donnerstag geplante Analystenkonferenz ab und setzte einen neuen Termin für Montag nach Börsenschluss in den USA an. Am kommenden Montag soll an den US-Aktienmärkten erstmals nach den Terroranschlägen am Dienstag wieder gehandelt werden.

Nach den Terroranschlägen war Oracle das erste große Unternehmen, das seine Zahlen präsentiert hatte. US-Konkurrent Adobe Systems hatte dagegen am Vorabend angekündigt, seine Quartalszahlen in der kommenden Woche und nicht wie ursprünglich geplant bereits am Donnerstag vorlegen zu wollen.

Ein Oracle-Mitarbeiter sei bei der Flugzeugentführung in den USA ums Leben gekommen, teilte das Unternehmen weiter mit. Weitere sieben Oracle-Angestellte würden immer noch vermisst.