Quartalszahlen Palm bekommt kein Bein auf den Boden
Santa Clara - In den drei Monaten zum 30. August habe der Netto-Verlust 258,7 Millionen Dollar betragen, nach einem Fehlbetrag von 32,4 Millionen Dollar ein Jahr zuvor, teilte das Unternehmen am Montag nach Börsenschluss mit. Der Fehlbetrag ist erheblich höher als von Analysten erwartet.
Auch der Umsatz für das abgelaufene Quartal lag mit 172,3 Millionen Dollar leicht unterhalb der Prognosen. Die Auslieferung von Personal Data Assistants (PDAs) ging den Angaben zufolge auf 819.000 von 900.000 Taschencomputern im Vorquartal zurück. Im Geschäftsjahr 2000 hatte der Konzern im ersten Quartal noch 1,5 Millionen Geräte ausgeliefert.
Palm Computing gilt neben Apple als Erfinder des Taschencomputers. Das kalifornische Unternehmen hatte mit seinen Geräten und dem Betriebssystem Palm OS lange Zeit eine Monopolstellung auf dem PDA-Markt inne. Inzwischen verliert Palm jedoch von Quartal zu Quartal Marktanteile. Besonders auf Microsofts Windows laufende Geräte wie der iPaq von Hewlett Packard machen dem Pionier zu schaffen. Selbst der Palm-Klon Handspring hat die Kalifornier inzwischen technisch deklassiert.
Gewinnwarnung für das kommende-Quartal
Nach Angaben von Finanzchefin Judy Bruner erwartet die Firma auch für das zweite Quartalsjahr des laufenden Geschäftsjahrs einen Rückgang des Umsatzes. Es werde mit einem Umsatz von zehn bis 15 Prozent unter dem des Vorjahreszeitraum gerechnet. Bruner sagte auf einer Pressekonferenz: "Das Kaufverhalten der Konsumenten bleibt etwas unsicher und Unternehmensausgaben bleiben schwach."
Im zweiten Quartal erwarte das Unternehmen auch beim operativen Ergebnis einen geringen Verlust, sagte Bruner. Einer Umfrage von Thomson First Call zufolge rechnen Analysten für Palm mit einen Verlust im zweiten Quartal von zwei Cent per Aktie bei einem Umsatz von 270 Millionen Dollar.