Quartalszahlen Time Warner und Boeing optimistisch
New York/Seattle - Der weltgrößte Medienkonzern Time Warner hat im ersten Quartal dank des Verkaufs der Musiksparte und einer gestiegenen Abonenntenzahl für schnelle Internetanschlüsse die Gewinnerwartungen übertroffen. Unterm Strich steigerte Time Warner den Gewinn von 396 Millionen Dollar oder 9 auf 20 Cent je Aktie auf 961 Millionen Dollar oder 20 Cent je Aktie, teilte der Konzern mit. Vor Sonderposten verdiente Time Warner 15 Cent je Aktie. Analysten hatten mit 9 Cent je Aktie gerechnet.
Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen Wachstum des operativen Gewinns vor Abschreibungen einen niedrigen zweistelligen Prozentschub auf den 8,8 Milliarden Dollar-Gewinn im vergangenen Jahr.
Das Wachstum des bereinigten operativen Gewinn vor Abschreibungen stellt Time Warner weiterhin eine prozentual niedrigen zweistelligen Schub zum Vorjahreswert von 1,5 Milliarden Dollar in Aussicht. Die Aktien des Unternehmens haben im nachbörslichen Handel um 3,57 Prozent auf 17,10 Dollar zugelegt.
Auch der Flugzeugbauer Boeing vermeldet gute Zahlen. Nach einem Vorjahresverlust im ersten Quartal hat das Unternehmen wieder schwarze Zahlen geschrieben und ebenfalls seine Gewinnprognose für dieses und nächstes Jahr angehoben. Eine echte Erholung in der Luftfahrtbranche sieht die weltweite Nummer Zwei hinter dem Erzrivalen Airbus allerdings erst 2006.
Boeing profitierte im ersten Quartal vor allem vom gestiegenen Absatz im Militärbereich und umfangreichen Steuerrückzahlungen. So betrug der Gewinn 623 Millionen Dollar oder 77 Cent je Aktie nach einem Vorjahresverlust von 478 Millionen Dollar. Der Flugzeugbauer hat bereits vor wenigen Tagen angekündigt, die Erwartungen von Analysten von 43 Cent Gewinn je Aktie wohl zu übertreffen. Boeing-Aktien legten am Mittwoch in New York gegen den Trend um 2,5 Prozent auf 44,67 Dollar zu.
Für das laufende Jahr erhöhte das Unternehmen seine Gewinnprognose um 30 Cent je Aktie. 2005 soll der Gewinn 25 Cent mehr als bisher angestrebt zulegen. "Finanziell gesehen lassen sie die Krise der zivilen Luftfahrt hinter sich und das Rüstungsgeschäft scheint sich gut zu entwickeln", sagte Eric Hugel, Analyst vom Investmenthaus Stephens Inc..