Rabattschlacht: GM will Kunden das Feilschen austreiben - DER SPIEGEL
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Rabattschlacht GM will Kunden das Feilschen austreiben

General Motors hofft auf ein Ende der ruinösen Rabattschlacht im amerikanischen Automarkt. Um den Kunden weniger Argumente bei Verhandlungen zu liefern, will der Konzern seine Autos billiger anbieten. Konkurrent Chrysler geht ähnliche Wege.
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Detroit/Hamburg - General Motors (GM)   will die Listenpreise seiner Fahrzeuge teilweise senken, um die Verhandlungsbasis für Rabatte zu schmälern. Mit dieser ungewöhnlichen Aktion wolle GM den Kunden in Nordamerika das Feilschen um Rabatte abgewöhnen und den Marken damit das Image von Ramschware nehmen, berichtete das "Handelsblatt" unter Berufung auf Kreise.

Offiziell habe der Konzern das allerdings nicht bestätigen wollen. Der neue GM-Finanzchef Fritz Henderson habe der Zeitung lediglich gesagt, dass der weltgrößte Autobauer nach Möglichkeiten suche, den Kunden die Werthaltigkeit der Autos zu verdeutlichen.

Allerdings scheint nicht nur GM derartige Pläne zu verfolgen. Mit einer neuen Preis- und Produktgestaltung will auch Konkurrent Chrysler Rabatt-Anreize auf dem US-Automobilmarkt langfristig wieder senken. Die US-Tochter des DaimlerChrysler-Konzerns   erwäge zum Beispiel, den Einführungspreis neuer Modelle zu senken oder die Ausstattung aufzuwerten, sagte der Leiter Marketing und Vertrieb, Joe Eberhardt. Mit diesen Maßnahmen wolle Chrysler die derzeitige Rabattpolitik beenden.

Der Preiskampf unter US-Autobauern war angesichts rückläufiger Absatzzahlen im vergangenen Jahr eskaliert. Nach einer Erhebung des Online-Autohändlers Edmunds.com hat Chrysler 2005 im Durchschnitt 3000 bis 4000 Dollar pro Fahrzeug in Kaufanreize investiert, während GM zwischen 2700 und 4100 Dollar je Auto für Rabatte ausgegeben habe.