Raubkopien: Polizei-Offensive im Auftrag von Microsoft - DER SPIEGEL
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Raubkopien Polizei-Offensive im Auftrag von Microsoft

Polizisten in aller Welt suchen auf Druck des US-Softwareherstellers Microsoft nach Software-Piraten. Auch in Deutschland sind die Jäger am Werk.
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Washington - Rund 47.000 Anbieter von Raubkopien habe man in den letzten sechs Monaten aus dem Web entfernt, teilte Microsoft am Montag mit. In über 20 Ländern wurden im vergangenen Jahr Razzien durchgeführt, auch in Deutschland. Insgesamt wurden rund fünf Millionen Raubkopien im Wert von 1,7 Milliarden US-Dollar sichergestellt.

Für die Ermittlungen hat der Software-Weltmarktführer eine eigene Truppe von Ex-Agenten der US-Regierung aufgestellt. Zunehmend bediene sich das Unternehmen auch der lokalen Polizeibehörden, um Razzien durchzuführen, schreibt das "Wall Street Journal". Die Zeitung berichtet von Aktionen in Kolumbien, Peru und einer Reihe anderer lateinamerikanischer Länder.

Erst vor kurzem habe das Unternehmen eine enge Zusammenarbeit mit der US-Zollbehörde vereinbart. Die koordiniert Einsätze zusammen mit ausländischen Behörden gegen Copyright-Verletzer in der ganzen Welt. Auch die Motion Picture Association of America, die die Interessen Hollywoods vertritt, setzt die Zollfahnder für sich ein.

In Deutschland wurden letztes Jahr 30 Anbieter von Software aufgefordert, ihre Verkäufe einzustellen. Sie hatten ihre Kopien über Auktionsseiten wie offerto.de, ricardo.de und IEZ angepriesen.

Auf dem weltweiten Kreuzzug hat Microsoft die US-Regierung hinter sich. Letztes Jahr wurde, unter Einbeziehung des FBI, ein neues "Intellectual Property Rights Center" in Washington eröffnet. Die verstärkten Bemühungen zahlen sich laut Microsoft bereits aus: Seit Januar hätten Gerichte dem Unternehmen Entschädigungssummen in Höhe von 17,7 Millionen Dollar zugesprochen.