Reaktion Kein Grund zur Eile
Hannover - Die Unternehmen der Energiewirtschaft haben ihre Bereitschaft zu einem Energiekonsens mit der Bundesregierung bekräftigt. Der Vorstandschef von PreussenElektra, Hans-Dieter Harig, sagte auf einer Pressekonferenz, sein Unternehmen werde die Gespräche konstruktiv weiterführen. Es liege in ihrem Interesse, zu einer verbindlichen und sinnvollen Lösung zu kommen.
Harig begrüßte den Vorschlag der Bundesregierung, Strommengen statt Restlaufzeiten für die Atomkraftwerke festzulegen. Ob damit ein Energiekonsens zu Stande komme, sei derzeit aber offen, fügte Harig hinzu.
Ähnlich äußerten sich die Vertreter anderer Energieunternehmen. Nach der Meinung von Experten ist ein Konsens in greifbare Nähe gerückt. In der Frage der Strommengen seien die Verhandlungspartner nur noch wenige Prozent auseinander. Einige Unternehmensvertreter halten den Vorstoß Schröders für unnötig, andere bewerten ihn als unbedenklich. Johannes Altmeppen, Pressesprecher der Hamburgischen Electricitäts-Werke, sieht in der Äußerung des Bundeskanzlers kein Ultimatum, sondern einen ganz normalen politischen Vorgang. Es werde in jedem Fall ein Gesetz zum Atomausstieg geben. Wann das genau sein werde, dazu wollte Altmeppen keine Prognose abgeben.