Reaktionen: "Für Deutschland peinlich" - DER SPIEGEL
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Reaktionen "Für Deutschland peinlich"

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London/Frankfurt am Main - Als eine "richtige Entscheidung" hat Hansgeorg Hofmann, Geschäftsführer der CoBRa-Beteiligungsgesellschaft, den Abbruch der Fusionsgespräche zwischen Commerzbank und Dresdner Bank begrüßt. "Für Deutschland ist es schon peinlich, dass die Banken, die sich global positionieren wollen, nicht in der Lage sind, diese Dinge auch professionell zu machen", sagte Hofmann unmittelbar nach der Bekanntgabe des geplatzten Fusionsversuches.

Hofmann übte Kritik an der Beratung der beiden Banken durch die Investmentbanken Goldman Sachs und Morgan Stanley. Fraglich sei, ob die Beratung durch die Investmentbanken "gut war". Es sei jedenfalls "schon schlecht, sechs Wochen zu reden und dann zu dem Schluss zu kommen, es haut doch nicht hin", so Hofmann.

Die CoBRa ist mit einer Beteiligung von derzeit 17,1 Prozent größter Einzelaktionär der Commerzbank. Zuversichtlich äußerte sich der CoBRa-Geschäftsführer zur Zukunft der Commerzbank. "Die sehe ich sehr positiv." Die Commerzbank betonte am Mittwoch, mit Beendigung der Gespräche stehe nun wieder der Weg für andere strategische Optionen offen. Für die Commerzbank bedeute dies, sich vor allem um eine Stärkung ihrer europäischen Bindungen zu bemühen. Hofmann deutete indes gegenüber vwd eine Aufstockung der bisherigen Beteiligung an der Commerzbank an. Die CoBRa und die dahinter stehenden zwei dutzend Investoren würden dies "haarscharf" prüfen.

Carsten Steevens