Real-Fleischskandal: Strafbefehl gegen Etikettenschwindler - DER SPIEGEL
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Real-Fleischskandal Strafbefehl gegen Etikettenschwindler

Die Staatsanwaltschaft hat einen Schlussstrich unter ein besonders unappetitliches Kapitel im Lebensmittelhandel gezogen. Sie beantragte Strafbefehle für die Mitarbeiter der Metro-Supermarkttochter Real, die Fleisch nach Ablauf der Haltbarkeitsfrist umetikettiert hatten.
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Bielefeld - Ein Bezirksleiter der Kette, der für Filialen in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Hessen zuständig war, soll zu einer Bewährungsstrafe von neun Monaten, zwei Fleischermeister und ein Fleischergeselle von Filialen in der Nähe Hannovers sollen zu Geldstrafen zwischen 100 und 500 Euro verurteilt werden, schreibt das Bielefelder "Westfalen-Blatt".

Der Bezirksleiter bestreite eine Schuld, berichtet das Blatt. Andere Beschuldigte hatten ihn stark belastet. Er soll die Anweisung erteilt haben, Hackfleisch nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums umzupacken, neu zu etikettieren und wieder zum Kauf anzubieten. Alle vier Mitarbeiter seien bereits entlassen. Bei einer Razzia in zwei Real-Filialen in der Nähe von Hannover waren Anfang März Mitarbeiter beim Umetikettieren auf frischer Tat ertappt worden.

Auch in Berlin wird dem Bericht zufolge gegen Real-Mitarbeiter ermittelt. Nach Angaben des Sprechers der Staatsanwaltschaft, Michael Grunwald, sind drei Verfahren wegen Verstoßes gegen die Hackfleischverordnung und Umetikettierens anhängig.