Rechnungsstreit: Will Holzmann Subunternehmen abspeisen? - DER SPIEGEL
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Rechnungsstreit Will Holzmann Subunternehmen abspeisen?

Der angeschlagene Holzmann-Konzern kommt nicht aus den Schlagzeilen. Einige Subunternehmen sollen Briefe von Holzmann erhalten haben, wonach der Baukonzern nur noch 70 Prozent der offenen Rechnungssummen bezahlen wolle.
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Frankfurt am Main - Die restlichen 30 Prozent würden in diesen Schreiben als Beitrag zur Sanierung des Baukonzerns deklariert, bestätigte der Hauptgeschäftsführers des hessischen Baugewerbeverbandes, Raimund Ernst. Holzmann wies dagegen die Vorwürfe als absurd zurück. Die Unternehmensleitung habe zu keiner Zeit von den Subunternehmen einen Sanierungsbeitrag gefordert oder die Niederlassungen dazu aufgefordert, sagte ein Sprecher. Das sei nicht Unternehmenspolitik. Der Verband solle seine Vorwürfe beweisen, oder die Behauptungen unterlassen.

Die Bundesvereinigung Mittelständischer Bauunternehmen rief ihre Mitglieder auf, noch nicht von Holzmann bezahlte Rechnungen zu sammeln. Sollten bei der Begleichung Probleme entstehen, so werde man sich an Bundeskanzler Gerhard Schröder wenden, sagte Verbands-Geschäftsführer Elmar Halbach-Velken. Zur Begründung wies er darauf hin, dass es in der Branche üblich sei, die Forderungen von Subunternehmen zu drücken, indem "Mängel erfunden werden". Angesichts der schwierigen Situation sei es vorstellbar, dass Holzmann jede Chance zur Kostenreduktion nutzen werde.