Reebok-Insiderhandel: SEC verfolgt Spur nach Deutschland - DER SPIEGEL
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Reebok-Insiderhandel SEC verfolgt Spur nach Deutschland

Die US-Börsenaufsicht SEC weitet ihre Ermittlungen wegen Insider-Handels bei der Übernahme des Sportschuh-Herstellers Reebok durch Adidas aus. Auch gegen eine deutsche Person richten sich die Beschuldigungen.
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New York/Hamburg - Die amerikanischen Börsenaufseher beschuldigten gestern acht weitere Verdächtige. Darunter ist auch eine Person mit Wohnsitz in Reinbek bei Hamburg sowie ein ehemaliger Wertpapierhändler aus New Jersey.

Hintergrund sind dubiose Transaktionen im Umfeld der Reebok-Übernahme. Der SEC zufolge wurden kurz vor der Bekanntgabe des Kaufplanes Reebok-Wertpapiere erworben und wenig später mit hohem Gewinn veräußert. Die Aktien waren um mehr als 30 Prozent gestiegen, nachdem das Kaufangebot des deutschen Wettbewerbers Adidas-Salomon   veröffentlicht worden war.

Die US-Börsenaufsicht erwirkte nach eigenen Angaben nun einen Gerichtstitel, um mehr als sechs Millionen Dollar illegaler Erträge aus diesen Geschäften in Deutschland, Kroatien und den USA zu beschlagnahmen.

Zunächst hatte die Behörde nur eine kroatische Rentnerin beschuldigt, die nach eigenen Angaben nichts von den Vorwürfen weiß. Die Anwälte von drei New Yorker Verdächtigen wollten sich zu den Vorwürfen nicht äußern. Die anderen Beschuldigten, zu denen auch zwei Personen aus Zagreb gehören, waren zunächst nicht erreichbar. Zudem ermittelt die SEC gegen einen Unbekannten, der über den österreichischen Broker Direktanlage.at gehandelt haben soll.