Reform: IWF stärkt Mitspracherechte von Schwellenländern - DER SPIEGEL
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Reform IWF stärkt Mitspracherechte von Schwellenländern

Mehr Macht für die Masse: Der Internationale Währungsfonds hat einer Reform zugestimmt, die Schwellenländern in der Organisation mehr Mitspracherechte einräumt. IWF-Direktor Strass-Kahn bezeichnete den Beschluss als "wichtigen Schritt".
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Washington - Beim Internationalen Währungsfonds (IWF) gibt es derzeit eine Herrschaft der wenigen. Insgesamt 185 Mitgliedsländer hat die Organisation, deren Stimmrecht richtet sich nach ihrem Kapitalanteil. Die 27 EU-Mitglieder verfügen insgesamt über mehr als 30 Prozent der Stimmen.

Jetzt soll ein Teil der kumulierten Macht im IWF von den Industrienationen zu Entwicklungsländern und aufstrebenden Staaten wie Brasilien verlagert werden.

Bei der heutigen Abstimmung in der IWF-Spitze erhielt der Vorschlag mehr als 90 Prozent der Stimmen, sagte IWF-Direktor Dominique Strass-Kahn am Dienstag in Washington.

Zuvor begrüßten bereits die 24 IWF-Finanzminister im sogenannten Lenkungsausschuss die Mitsprache-Reform.

Strauss-Kahn sprach von einem "wichtigen Schritt in Richtung einer Neuverteilung der Stimmrechte für aufstrebende Märkte und Entwicklungsländer". Er gehe davon aus, dass innerhalb der nächsten zehn Jahre weitere Schritte dieser Art folgen werden.

Der IWF wurde 1944 gegründet. Zu seinen Aufgaben gehören unter anderem die Förderung der internationalen Zusammenarbeit in der Währungspolitik, die Ausweitung des Welthandels und die Stabilisierung von Wechselkursen.

ssu/dpa-AFX