Regierungskreise: Finanzministerium wird Wachstumsprognosen senken - DER SPIEGEL
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Regierungskreise Finanzministerium wird Wachstumsprognosen senken

Das Bundesfinanzministerium wird nach Angaben aus Regierungskreisen seine Wachstumsprognosen für das laufende Jahr und für 2003 deutlich senken. Um nicht einmal ein Prozent wird die deutsche Wirtschaft nach der neuen Prognose in diesem Jahr wachsen.
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Berlin - "Wir gehen für 2002 nur noch von einem Wachstum von rund 0,5 Prozent und für 2003 von knapp zwei Prozent aus", zitiert die Nachrichtenagentur Reuters Regierungskreise.

Bislang liegt die offizielle Prognose für das laufende Jahr bei rund 0,75 Prozent und für das kommende Jahr bei rund 2,5 Prozent. Man sei optimistisch, dass es noch im laufenden Jahr zu einer dynamischen Erholung der Konjunktur kommen werde, hieß es weiter. Jedoch werde der Aufschwung nicht so kräftig ausfallen wie bislang erwartet. Man gehe weiterhin von einer sehr niedrigen Inflation in Deutschland aus, die bei gut ein Prozent liege.

In den Regierungskreisen hieß es weiter, die Prognose sei mit großen Unsicherheiten behaftet. Insbesondere bei einem militärischen Einsatz der USA im Irak würden alle Einschätzungen zunichte gemacht. Dies würde zu einer Explosion bei den Ölpreisen und damit zu einer Beeinträchtigung der Wirtschaft führen.

Offiziell will die Regierung ihre Prognose erst vor der Steuerschätzung im November präsentieren. Zudem wolle man die Herbstprognose der sechs führenden Wirtschaftsforschungsinstitute abwarten.