Regierungsstudie Britannien ist nicht Euro-kompatibel
London/Berlin - Der britische Schatzkanzler Gordon Brown sagte am Montag vor dem Unterhaus in London, es gebe in seinem Land noch erhebliche Hindernisse für die Übernahme der europäischen Gemeinschaftswährung. Dies geht auch aus umfangreichen Untersuchungen hervor, die Brown wenige Stunden vor seiner Erklärung vorgelegt hatte.
Brown besteht auf einer "klaren und unzweideutigen Erfüllung" der von ihm 1997 aufgestellten fünf Beitrittskriterien. Die Hauptbedingung einer größeren Konvergenz zwischen den Volkswirtschaften Großbritanniens und der Eurozone sieht er nach Analysen der insgesamt 18 Studien als "nicht erfüllt" an. Auch die wirtschaftliche Flexibilität in den meisten EU-Staaten wird von ihm noch als unzureichend bewertet.
Die Bundesregierung hob hervor, dass es jetzt Klarheit über das weitere Verfahren gebe. Ein Regierungssprecher sagte, die Bundesregierung habe volles Verständnis für die Entscheidung zum jetzigen Zeitpunkt kein Referendum durchzuführen. Der Euro-Beitritt in Großbritannien müsse sorgfältig vorbereitet und die Bevölkerung «mitgenommen» werden. Langfristig werde ein britischer Euro-Beitritt für die gemeinsame Währung und Großbritannien wirtschaftlich und politisch von Vorteil sein.