Reichste Deutsche Heinz Georg Baus
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Hamburg - Heinz Georg Baus mag nicht in der Öffentlichkeit stehen. Er schirmt sein Privatleben hermetisch ab, nichts will er preisgeben. Wenig ist bekannt über sein Leben, das er zwischen Zürich - dem Sitz der Bauhaus-Holding - und Mannheim - der Herzkammer des Bauhaus-Imperiums - führt. Angeblich soll sich Baus häufig in Monaco und den USA aufhalten und mit Vorliebe auf seiner Yacht. Er soll leidenschaftlicher Hobby-Flieger sein - aber das sind alles nur Gerüchte. Wenn er etwas erzählt, dann über sein Geschäft - und selbst da ist er knauserig. Seine Heimwerkermärkte sollen für sich sprechen.Die Idee für einen Do-it-yourself-Baumarkt brachte er Ende der fünfziger Jahre aus den USA mit nach Hause. In Deutschland konnten die Handwerker zu der Zeit noch völlig überzogene Preise verlangen. Es herrschte Aufbruchstimmung, und wer handwerklich begabt war, konnte sich vor Arbeit kaum retten. Baus sah seine Nische und füllte sie mit dem ersten Bauhaus im Mannheimer U-3-Quadrat aus. Das war 1960, Heinz Georg Baus war damals 26 Jahre alt. Von Anfang an legte er Wert auf Qualität. Als Sohn eines Schreiners und als gelernter Schreiner- und Glaserhandwerker wusste er, worauf es ankam. 1970 expandierte Baus ins Ausland, in Linz entstand das erste österreichische Bauhaus. Heutzutage ist der Baumarkt mit seinem Angebot an Werkzeugen, Fliesen, Baustoffen, Deko-Teilen und Dübeln mit 170 Niederlassungen in vielen Ländern Europas vertreten - darunter Finnland, Dänemark, Kroatien, Slowenien, Spanien - und führt über 120.000 Artikel. Bei seinen Expansionen geht Baus mit Bedacht vor, Risiken versucht er auszuschalten. "Grundsätzlich wird ein neues Projekt erst dann in Angriff genommen, wenn das vorangegangene Projekt schon Geld verdient", erklärt er. Auf ein funktionierendes, möglichst Banken-unabhängiges Finanzsystem legt er Wert. Bei seinen raren Äußerungen gegenüber der Öffentlichkeit unterstreicht der gebürtige Heidelberger, dass die Familiengesellschaft ohne Bankkredite, "aber mit wachsendem Guthaben" arbeitet. Er will unabhängig sein, in jeder Hinsicht, und bezeichnet sein Unternehmen als größte Konzern-unabhängige Heimwerkerkette Deutschlands. Obwohl die fetten Jahre vorerst vorbei sind, ist die Bauhaus-Gruppe zweifelsohne sehr erfolgreich. Jedoch ist es unwahrscheinlich, dass es Heinz Georg Baus allein mit seiner Handwerkerkette zu seinem beachtlichen Vermögen gebracht hätte. Angesprochen auf anderweitige unternehmerische Aktivitäten hüllt er sich - erwartungsgemäß - in Schweigen. Katy Hillmann, manager-magazin.de