Reichtum: Millionäre werden 40,7 Billionen Dollar anhäufen - DER SPIEGEL
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Reichtum Millionäre werden 40,7 Billionen Dollar anhäufen

Jeder 125. Amerikaner ist Millionär. Damit ist die Dichte der Reichen in den USA so hoch wie in keinem anderen Land der Welt, so das Ergebnis des World Wealth Report. Großereignisse wie der Google-Börsengang werden das Vermögen der Oberschicht weiter mehren.
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New York - Die Chance, in Nordamerika einem gut Betuchten über den Weg zu laufen, stehen nicht schlecht: Die USA und Kanada haben in den vergangenen zwei Jahren genauso viele Millionäre wie Europa, Asien, Lateinamerika und der Nahe Osten zusammen dazugewonnen. Der World Wealth Report, eine Studie der Investmentbank Merill Lynch und der Unternehmensberatung Capgemini Group, berichtet außerdem, dass die Anzahl der Superreichen mittlerweile 30.000 erreicht hat. Jedes Mitglied dieses exklusiven Clubs verfügt über mindestens 30 Millionen Dollar.

Die Quellen des Reichtums sind vor allem Einkünfte aus kleinen Unternehmen, Gewinne aus Aktiengeschäften und Börsengänge. Großereignisse wie der IPO von Google werden die Gewinne der Millionäre im kommenden Jahr noch weiter steigen, so die Prognose von Merill Lynch. Auch die Steuerpolitik des amerikanischen Präsidenten George W. Bush mit den Steuerkürzungen für Einkünfte aus Grundbesitz und Kapitalbeteiligung begünstigt die finanzielle Elite.

Mehr als die Hälfte der US-Oberschicht haben den Aufstieg vom Tellerwäscher zum Millionär aus eigener Kraft geschafft und gehören damit zur Gruppe der "Neureichen". Nur etwa 20 Prozent verdanken ihr Vermögen einer Erbschaft.

Die Verteilung des Reichtums

Erdteil Anzahl der Millionäre* Zunahme in % seit 2002 Summe des gesamten Vermögens** Zunahme in % seit 2002
Europa 2,6 2,4 8,7 3,7
Nordamerika 2,5 13,5 8,5 3,7
Asien 2,0 8,4 6,5 10
Lateinamerika 0,3 1,3 3,7 2,1
Naher Osten 0,2 2,4 0,8 3,3
Afrika 0,1 14,9 0,6 14,9
*in Millionen, **in Billionen

Trotz der Zunahme der "Self-made Millionairs" bleibt der größte Teil des Geldes noch immer verteilt auf einige wenige: Das reichste Prozent der Amerikaner kontrolliert mehr als ein Drittel des amerikanischen Vermögens und verfügt insgesamt über 2,3 Billionen Dollar in Aktien - die höchste Konzentration im Vergleich zu anderen Industrieländern.

Die amerikanischen Millionäre blicken einer rosigen Zukunft entgegen: Wachsende Märkte in China und Indien und eine globale wirtschaftliche Erholung werden ihr Vermögen noch steigern, so die Prognose des World Wealth Report. Weltweit wird die Zahl der Millionäre in den kommenden Jahren um sieben Prozent zunehmen. Die Summe ihres Vermögens - zur Zeit 28,8 Billionen - übersteigt der Studie zufolge im Jahr 2008 die 40-Billionen-Dollar-Grenze.

Europa trägt zu der rasanten Steigerung allerdings nur wenig bei: Die Volkswirtschaften Spaniens, Großbritanniens und Schwedens legten zwar zu, Frankreich und Deutschland bremsten aber den Anstieg. Hohe Arbeitslosigkeit und geringe Konsumbereitschaft ließen den Reichtum nur um 2,4 Prozent wachsen.

Indien und China dagegen kurbeln nach den Ergebnissen der Studie die Entwicklung ganz Asiens an. Die Anzahl der Millionäre stieg auf dem ganzen Kontinent um 8,4 Prozent, in Indien dagegen um 21,9 Prozent.

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