Reinhard Mohn: Der Bertelsmann tritt ab - DER SPIEGEL
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Reinhard Mohn Der Bertelsmann tritt ab

Reinhard Mohn gibt den Vorsitz der Bertelsmann-Stiftung ab. Diesmal soll es auch endgültig sein.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Gütersloh - Es ist bereits das zweite Mal, dass der Patriarch die Leitung der Stiftung in andere Hände legt. Beim ersten Mal hatte Mohn den früheren Bertelsmann-Vorstandsvorsitzenden Mark Wössner die Leitung der Stiftung übergeben. Doch legte der im Oktober vergangenen Jahres sein Amt nieder und Mohn übernahm selbst noch einmal die Leitung der Stiftung. Mit Gunter Thielen, der noch bis zum 31. August 2002 Vorstandschef der Bertelsmann-Tochter Arvato ist, glaubt Mohn nun offenbar einen geeigneten Nachfolger gefunden zu haben. "Die Kontinuität bei Bertelsmann ist bestmöglich geregelt. Es gibt keinen Grund, noch länger zu warten", meinte er jedenfalls.

Der 80-Jährige werde am 1. Oktober den Vorsitz des Kuratoriums und des Präsidiums der Bertelsmann-Stiftung sowie den Vorsitz der Bertelsmann Verwaltungsgesellschaft (BVG) an den Konzernmanager Gunter Thielen abgeben, teilte die Bertelsmann-Stiftung mit. Mohn bleibt aber ordentliches Mitglied des Kuratoriums und des Präsidiums.

"Ich habe in der Bertelsmann-Stiftung noch viel vor. Die operative Leitung der Stiftung gehört aber jetzt in jüngere Hände. Ich möchte meine Kräfte schonen", begründete der Unternehmer den Schritt. Die von Mohn gegründete Bertelsmann-Stiftung ist die größte Unternehmensstiftung Deutschlands. Ihr gehört die Mehrheit an dem Gütersloher Medienriesen. Mit einem Etat von rund 125 Millionen Mark (64,1 Millionen Euro) und über 270 Mitarbeitern soll sie als Reformwerkstatt für Staat und Gesellschaft dienen.

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