Rekordhoch: Ölpreis steigt auf über 60 Dollar - DER SPIEGEL
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Rekordhoch Ölpreis steigt auf über 60 Dollar

Der Preis für Öl ist am Montag auf neue Rekordmarken gestiegen. Im September fällige Terminkontrakte für US-Rohöl stiegen zeitweise auf über 60 Dollar.
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London/Kuwait-Stadt - US-Leichtöl kostete 58,15 Dollar je Barrel (159 Liter), im September zu lieferndes US-Leichtöl stieg auf ein Allzeithoch von über 60 Dollar. Der Kontrakt für einen Barrel Öl der führenden Nordseesorte Brent kletterte an der Londoner Warenterminbörse um knapp zwei Prozent auf 57,58 Dollar und verteuerte sich damit seit Jahresbeginn um mehr als 40 Prozent.

Die Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) begann unterdessen mit Verhandlungen über eine weitere Erhöhung ihrer Fördermengen. Opec-Präsident Scheich Ahmad al-Fahd al-Sabah sagte in Kuwait, die Erdöl-Minister berieten in Telefonkonsultationen über eine mögliche Anhebung.

Die Opec hatte schon Mitte März ihre Quote um 500.000 auf 27,5 Millionen Barrel pro Tag erhöht und einen weiteren Aufschlag in dieser Größenordnung in Aussicht gestellt, sollten die Ölpreise steigen. Einer Anhebung der Quote lässt den Ölpreis potentiell sinken, weil das Angebot größer wird. Zuletzt war dieser Effekt aber nicht eingetreten, da die Nachfrage sehr hoch ist.

Der deutsche Außenhandelspräsident Anton Börner erklärte in Berlin, er hält auf Sicht von drei Jahren einen Ölpreis von deutlich über 80 Dollar je Barrel für möglich. Kurzfristig rechne er aber bis zur Jahresmitte mit einem vorübergehenden Rückgang in Richtung 40 Dollar.