Rekordwert: Euro-Kurs knackt 1,48 Dollar - DER SPIEGEL
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Rekordwert Euro-Kurs knackt 1,48 Dollar

Der Euro jagt von einem Rekord zum nächsten - heute kostete die Gemeinschaftswährung erstmals mehr als 1,48 Dollar. Und ein Ende des Höhenflugs ist Experten zufolge nicht in Sicht.
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Frankfurt am Main - Die 1,50-Dollar-Marke ist nicht mehr weit: Über 1,48 Dollar jedenfalls kletterte der Euro-Kurs heute schon. Damit kostete der Euro   soviel wie nie zuvor seit seiner Einführung 1999. "An den Märkten dominiert momentan die Angst vor einer Rezession in den USA", sagte Volkswirt Thomas Amend von HSBC Trinkaus & Burkhardt. Das drücke den Dollar, der auch zu anderen Währungen an Wert verlor.

Zudem schwächten Spekulationen die US-Währung, dass Golfstaaten - darunter der wichtige Ölproduzent Saudi-Arabien - den Kurs ihrer Währungen unabhängiger vom dem des Dollar machen könnten. Damit würde die Bedeutung des Dollar als weltweite Leitwährung sinken.

Zudem wurde am Markt spekuliert, die US-Notenbank (Fed) werde angesichts der Immobilienmarktkrise und aus Angst vor einem schwächeren Wachstum den US-Leitzins von derzeit 4,5 Prozent absenken - möglicherweise sogar noch vor dem nächsten regulären Treffen im Dezember. "Anhaltende Spekulationen über eine Zinssenkung der US-Notenbank halten den Dollar unter Druck", sagte Rainer Sartoris von Bankhaus HSBC Trinkaus & Burkhardt. Die Verunsicherung sei angesichts neuerlicher schlechter Nachrichten aus dem US-Bankensektor weiter hoch. Dies spreche gegen den Dollar. Aufschluss über die weitere Geldpolitik der US-Währungshüter erhoffen sich die Marktteilnehmer von der Veröffentlichung des Fed-Sitzungsprotokolls vom 31. Oktober heute Abend.

Auch von den jüngsten US-Häusermarktdaten seien keine Signale für eine Trendwende ausgegangen, sagte Sartoris. In den Vereinigten Staaten ging die Zahl der Baugenehmigungen im Oktober mit 6,6 Prozent deutlich stärker als erwartet zurück. Die Baubeginne legten indes überraschend um 3,0 Prozent zu. "Das Überangebot an Häusern bleibt riesig", sagte Sartoris. Das Thema werde noch längere Zeit bestimmend bleiben. Der Euro nehme inzwischen Kurs auf die Marke 1,50 Dollar. "Derzeit fehlt schlicht die Basis für eine Wende", sagte Sartoris.

ase/dpa/Reuters

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