René Benko: Signa-Investoren fühlen sich bei Selfridges-Milliardendeal getäuscht - DER SPIEGEL
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Skandal-Insolvenz von René Benko Signa-Investoren fühlen sich bei Selfridges-Milliardendeal getäuscht

Mit dem Kauf der Londoner Nobelkaufhauskette Selfridges baute der österreichische Skandalunternehmer René Benko sein Renommee als Luxusinvestor aus. Nun argwöhnen seine Geldgeber, dass er sie hintergangen habe.
• aus DER SPIEGEL 12/2024
Selfridges-Kaufhaus
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Vuk Valcic / LightRocket / SOPA Images / Getty Images

Die zusammengebrochene Signa-Immobiliengruppe des österreichischen Unternehmers René Benko kostet ihre Investoren nicht nur viel Geld. Manche von ihnen werfen Benko vor, sie getäuscht zu haben. Etwa bei der Übernahme der Londoner Nobelkaufhauskette Selfridges, die 2022 von Signa und der thailändischen Central Group für geschätzt rund vier Milliarden Euro gekauft wurde.

DER SPIEGEL 12/2024

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Mit Sefridges wollte Benko das Luxushandelsgeschäft ausbauen, das er mit dem Berliner KaDeWe bereits aufgebaut hatte. Benko, so ärgern sich Signa-Investoren, habe ihnen erklärt, dass die kanadische Unternehmerfamilie Weston als Selfridges-Verkäufer den Deal mit einem Wandeldarlehen über 400 Millionen Euro unterstützt habe. Die Familie wolle den Kredit später in Signa-Anteile ummünzen, so sei es ihnen versichert worden. Das hätte das Kapital der Signa geschont. Tatsächlich zeigten 2023 aufgetauchte Schriftstücke der Signa, dass dieses Darlehen von Anfang an nicht wie im Zuge der Transaktion mitgeteilt als Wandeldarlehen ausgestaltet gewesen sei, notiert ein Geldgeber in Unterlagen, die dem SPIEGEL vorliegen.

Obendrein habe sich Westons Investmentfirma Wittington monatlich zahlbare 14 Prozent Zinsen dafür gesichert. Dadurch habe die Familie »erheblichen Druck« auf Signa ausüben können, zumal sie den Kredit später fällig stellte.

Auch an anderer Stelle könnte der Deal unsauber gelaufen sein: Seinem Partner Central Group sowie Mitarbeitern soll Benko lange verschwiegen haben, dass er gleich nach dem gemeinsamen Kauf von Selfridges einen Teil seiner Beteiligung an einen saudi-arabischen Fonds weiterverkaufte.

Ein Anwalt Benkos wies die Vorwürfe als »inhaltlich unrichtig« zurück, ohne ins Detail zu gehen, da es sich um vertrauliche Geschäftsinformationen handle. Wittington war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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