Rente: Rot-Grün peilt die Null-Runde an - DER SPIEGEL
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Rente Rot-Grün peilt die Null-Runde an

In der Regierungskoalition mehren sich die Stimmen, die für eine Nullrunde für Rentner im kommenden Jahr plädieren. Die Forderung machten sich jetzt auch die Chefs der roten und grünen Fraktionen zu Eigen.
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Berlin - Für Katrin Göring-Eckhardt ist die Frage bereits so gut wie entschieden. Die Chefin der Grünen-Bundestagsfraktion geht nach eigenen Worten davon aus, dass die Rentenerhöhung im Jahr 2004 ausgesetzt wird. Die Älteren müssten ebenso wie die Jüngeren ihren Beitrag zur Sanierung der gesetzlichen Rentenversicherung leisten, sagte die Grünen-Politikerin am Montag im ARD-Morgenmagazin.

Den Rentnern in Deutschland gehe es im Durchschnitt noch verhältnismäßig gut, sagte sie. "Es gibt hier zu Lande mehr Kinderarmut als Altersarmut." Man könne nicht in vielen Bereichen Einschnitte vornehmen und dann bei den Renten erhöhen. "Wir müssen dafür sorgen, dass alle einen Beitrag leisten", betonte die Grünen-Fraktionschefin.

Im Rahmen einer Reform des Rentensystems sei die Einführung eines Nachhaltigkeitsfaktors richtig, damit die Renten langsamer ansteigen. Dies müsse sein, damit das Rentensystem in der Balance bleibe.

Langfristig müsse die Politik zudem Anreize setzen, dass in Deutschland wieder mehr Kinder geboren werden. Ihre Regierung sei aber nur sehr, sehr langsam dabei, die Rahmenbedingungen dafür zu ändern.

Auch SPD-Fraktionsfraktionschef Franz Müntefering deutete am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Christiansen" eine Null-Runde für die Rentner an. Die Koalition werde keine Rentenpolitik nach Kassenlage machen. Das könne für das nächste Jahr 2004 auch heißen, dass die Renten nicht erhöht würden.