Rentenniveau Riester gegen Hundt
Berlin - "Das ist mit der Bundesregierung nicht zu machen", erklärte der Parlamentarische Staatssekretär Gerd Andres am Samstag in Berlin. Hundt hatte wiederholt vor einem Anstieg der Beiträge zur Rentenversicherung gewarnt und die schrittweise Senkung des Rentenniveaus auf 60 bis 62 Prozent gefordert. In der Rentenreform ist dagegen ein Mindestniveau von 67 Prozent festgeschrieben.
Andres meinte, die beste Politik zur Senkung der Beiträge sei eine andere Einstellungs- und Beschäftigungspolitik der Unternehmen. Dazu könne Hundt als Präsident des Bundesverbands der Deutschen Arbeitgeberverbände einen ganz wichtigen Beitrag leisten. Die Bundesregierung gehe davon aus, dass es in der zweiten Jahreshälfte zu einer Belebung der Konjunktur komme, die die Annahmen der Regierung bestätigen werde. "Ziel ist und bleibt ein stabiler Rentenbeitrag. Alles andere ist Panikmache von Dieter Hundt."
Auch der Vizevorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, Franz Thönnes, meinte: "Anstatt sich um mehr Ausbildungsplätze und um mehr Beschäftigung zu kümmern, wie es seine Aufgabe ist, stiftet Arbeitgeberpräsident Hundt nur Verwirrung mit seinen Äußerungen." Die Bemessungsgrundlagen für die Rentenbeiträge seien solide berechnet. "Es gibt bei den Renten keinen Grund, für Unsicherheit zu sorgen."