Repression: Schläger verprügeln streikende Wanderarbeiter in China - DER SPIEGEL
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Repression Schläger verprügeln streikende Wanderarbeiter in China

Rund 300 streikende Wanderarbeiter sind in China mit Spaten und Stahlrohren angegriffen worden. Ein Arbeiter schwebt mit schweren Kopfverletzungen sogar in Lebensgefahr. Unklar ist, ob sich die Regierung mit dem Unternehmen abgesprochen hat.
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Peking - Sechs weitere Arbeiter seien bei dem Überfall in der Provinz Guangdong schwer verletzt worden. "Die erste Gruppe von rund 50 Gangstern kam mit Spaten, die zweite mit Äxten, Stahlrohren und Säbeln", sagte ein Wanderarbeiter der Zeitung "Chongqing Chenbao". "Selbst als die Polizei eintraf, hörten sie nicht auf, nach uns zu schlagen", sagte ein anderer. Insgesamt sollen rund 200 Schläger die Streikenden auf dem Firmengelände angegriffen haben.

Offenbar hatten die Arbeiter auf dem Gelände eines Wasserkraftwerks gestreikt, weil der Energiekonzern Fuyuan seit fünf Monaten keinen Lohn mehr zahlt. Der Manager einer beteiligten Baufirma deutete an, die Kommunalregierung habe sich möglicherweise mit dem Konzern abgesprochen, um den Streik gewaltsam zu beenden. Einige der Angreifer sollen Uniformen von Sicherheitskräften getragen haben.

Der Zwischenfall ist ein neues Beispiel für die Ausbeutung der mehr als 100 Millionen Wanderarbeiter in China, über deren Schicksal nach dem Skandal um Sklavenarbeit in Ziegeleien inzwischen berichtet werden darf. Dass Wanderarbeiter oft Monate oder sogar vergeblich auf ihren Lohn warten, ist an der Tagesordnung.

Der Druck zur Lösung des Problems wird derweil immer größer. "Wir sollten sofort politische, wirtschaftliche und soziale Reformen beginnen und schrittweise ein positives Rechtsumfeld zum Schutz der Menschenrechte schaffen", fordert eine einflussreiche Wirtschaftszeitung. Die Regierung in Peking hat eine Untersuchung des Vorfalles angekündigt.

mas/dpa/AP

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