Revival Die Bierdose ist wieder da
Berlin - Die Eigenmarke des Discounters wird in einer speziell geformten Dose verkauft. Gleichzeitig führt Netto auch ein neues Dosen-Rücknahmesystem ein: Kunden müssen die Dosen in spezielle Rücknahme-Automaten einwerfen und erhalten das Pfandgeld zurück. Im Automat wird die Dose für die Entsorgung dann stark komprimiert.
Der Hersteller der "Nordgold"-Dose, die britische Rexam-Gruppe, hofft, mit der Wiedereinführung den Personalabbau zu stoppen. Der weltweit größte Dosenhersteller beschäftigt in Deutschland 800 Mitarbeiter. Im Berliner Rexam-Werk haben bereits 20 der 230 Angestellten ihren Arbeitsplatz verloren. Im zweiten Standort Gelsenkirchen wurde insgesamt ein Drittel der Belegschaft entlassen. "Uns geht es darum, weiteren Stellenabbau zu vermeiden", sagte Dieter Künstle, Geschäftsführer des Berliner Werkes der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".
Der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) geht nicht davon aus, dass das Netto-Modell Nachahmer finden wird. "Es soll jetzt keiner auf die Idee kommen, dies sei der Ausweg aus der verfahrenen Situation und bedeute die Rückkehr der Dose nach Deutschland", sagte HDE-Sprecher Hubertus Pellengahr. Der Marktanteil von Netto sei im Vergleich zu großen Ketten wie Aldi, Lidl oder Penny zu gering.