Revolutionärer Banker - DER SPIEGEL
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ENTERTAINMENT Revolutionärer Banker

• aus DER SPIEGEL 25/2002
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Der Amerikaner Michael Philipp, 49, bis vor kurzem Vorstandsmitglied der Deutschen Bank, steigt in die Unterhaltungsindustrie ein. Der ehemalige Investmentbanker gründete zusammen mit dem Musiker Dave Stewart (Eurythmics) und der Unternehmerin Anita Roddick (Body Shop) in London die Firma Artist Network. Sie will Musikhits, Kinofilme und Konzerte unabhängig von den großen Medienkonzernen produzieren und laut Eigenwerbung den Kreativen »die Kontrolle aus den Händen der Buchhalter zurückgeben«. Der Ex-Banker und seine Mitgründer haben zehn Millionen Dollar in die »revolutionäre und gegen das Establishment gerichtete Geschäftsidee des 21. Jahrhunderts« investiert. Paul Allen, einer der Microsoft-Gründer, unterstützt das Projekt ebenfalls, indem er 100 Millionen Dollar in ein Multimediazentrum in London steckt, in dem die neu gestartete Firma Artist Network Filme produzieren will. Auch Prominente wie der Film-Altmeister Robert Altman, die Musiker Stevie Wonder, Quincy Jones oder die Popgruppe U2 unterstützten das Projekt, heißt es in London. Konkrete Plattenverträge haben bisher die Reggae-Legende Jimmy Cliff und Joanne Shaw Taylor, eine 16-jährige britische Blues-Hoffnung, unterzeichnet.

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