Rezession Sony streicht 8000 Stellen
Tokio - Sie verkaufen nicht mehr genug Flachbildschirme und Digitalkameras - und deshalb muss gespart werden: Der japanische Elektronik-Konzern Sony will in seinem Elektronikbereich rund 8000 Stellen streichen. Außerdem sollen rund zehn Prozent der derzeit 57 Produktionswerke schließen, darunter auch zwei im Ausland. Damit will der japanische Elektronikkonzern bis Ende des Geschäftsjahres 2009 mehr als eine Milliarde Dollar einsparen, wie er am Dienstag mitteilte.
Mit seinen Sparmaßnahmen will Sony den Folgen der Rezession in seinen Hauptmärkten sowie der Yen-Stärke gegenüber anderen Hauptwährungen begegnen. Wie genau sich die Einsparungen auf die Ergebnisentwicklung auswirken werden, will Sony bei Veröffentlichung der Zahlen zum dritten Quartal im nächsten Monat bekannt geben. Die Investitionen im Elektronikbereich sollen bis Ende des Geschäftsjahres 2009/2010 um rund 30 Prozent gesenkt werden.
Ende Oktober hatte Sony zum zweiten Mal in diesem Jahr seine Gewinnerwartungen für das laufende Geschäftsjahr 2008/09 nach unten revidiert. Wegen des starken Yen, des harten Preiskampfs bei Flachbildschirmen und Digitalkameras sowie der nachlassenden Nachfrage sieht Sony im laufenden Geschäftsjahr ein konsolidiertes Nettoergebnis von nur noch 1,6 Milliarden Dollar. Zuvor hatte das Jahresgewinnziel noch auf 2,6 Milliarden Dollar gelautet.