Rezessionsangst US-Einzelhandel schwächelt stark
Washington - Die Umsätze im Einzelhandel gelten als wichtiger Indikator für die US-Wirtschaft. Zu etwa zwei Dritteln hängt sie vom privaten Konsum ab. Wie das US-Handelsministerium mitteilte, sind die Einzelhandelsumsätze im März mit 0,2 Prozent kaum gewachsen - Experten hatten jedoch auch nur mit einem Plus von 0,4 Prozent gerechnet.
Nach den schwachen Daten verdichten sich Experten zufolge die Gefahren einer Rezession in den USA. Insgesamt würden die Daten zum US-Einzelhandel auf eine Stagnation des realen Konsums im ersten Quartal hindeuten, teilte die Commerzbank mit.
Kleiner Lichtblick: Das Handelsministerium revidierte die Umsatzzahlen für die Vormonate teilweise nach oben. Im Februar waren demnach die gesamten Einzelhandelsumsätze mit 0,4 Prozent nicht ganz so stark gesunken wie ursprünglich mit minus 0,6 Prozent mitgeteilt.
Der US-Aktienmarkt zeigte sich zunächst nahezu unverändert. An der New Yorker Wall Street fiel der Dow-Jones-Index minimal um 0,01 Prozent auf 12.323 Punkte. Investoren hatten sowohl einige schlechte Nachrichten zu verarbeiten: Die US-Bank Wachovia enttäuschte die Anleger mit einem Quartalsverlust von 393 Millionen Dollar. Der holländische Elektronikkonzern Philips gab für das erste Quartal drastische Gewinneinbußen wegen des schwächelnden US-Geschäfts mit Fernsehern bekannt.