Rezessionsangst: US-Einzelhandel schwächelt stark - DER SPIEGEL
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Rezessionsangst US-Einzelhandel schwächelt stark

Stillstand statt Wachstum: In den USA haben die Einzelhandelsumsätze im März kaum zugelegt. Sie wuchsen im Vergleich zum Vormonat um magere 0,2 Prozent - Experten sehen die weltgrößte Volkswirtschaft geradewegs in eine Rezession abgleiten.
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Washington - Die Umsätze im Einzelhandel gelten als wichtiger Indikator für die US-Wirtschaft. Zu etwa zwei Dritteln hängt sie vom privaten Konsum ab. Wie das US-Handelsministerium mitteilte, sind die Einzelhandelsumsätze im März mit 0,2 Prozent kaum gewachsen - Experten hatten jedoch auch nur mit einem Plus von 0,4 Prozent gerechnet.

Nach den schwachen Daten verdichten sich Experten zufolge die Gefahren einer Rezession in den USA. Insgesamt würden die Daten zum US-Einzelhandel auf eine Stagnation des realen Konsums im ersten Quartal hindeuten, teilte die Commerzbank mit.

Kleiner Lichtblick: Das Handelsministerium revidierte die Umsatzzahlen für die Vormonate teilweise nach oben. Im Februar waren demnach die gesamten Einzelhandelsumsätze mit 0,4 Prozent nicht ganz so stark gesunken wie ursprünglich mit minus 0,6 Prozent mitgeteilt.

An den Devisenmärkten sorgten die Daten zum Einzelhandelsumsatz nicht für nennenswerte Bewegung bei den Kursen. Der Deutsche Aktienindex Dax verlor bis zum Abend 0,76 Prozent auf 6553 Punkte. Der MDax   lag mit 0,06 Prozent auf 8804 Zähler im Minus und der TecDax   gab 0,4 Prozent auf 787 Punkte nach.

Der US-Aktienmarkt zeigte sich zunächst nahezu unverändert. An der New Yorker Wall Street fiel der Dow-Jones-Index minimal um 0,01 Prozent auf 12.323 Punkte. Investoren hatten sowohl einige schlechte Nachrichten zu verarbeiten: Die US-Bank Wachovia enttäuschte die Anleger mit einem Quartalsverlust von 393 Millionen Dollar. Der holländische Elektronikkonzern Philips   gab für das erste Quartal drastische Gewinneinbußen wegen des schwächelnden US-Geschäfts mit Fernsehern bekannt.

Zuvor hatten die Börsen in Asien mit teilweise kräftigen Kursverlusten geschlossen. Der Nikkei   sackte um 3,1 Prozent auf 12.917 Punkte ab, in China brach der Shanghai- Composite-Index um 5,6 Prozent ein.

sil/Reuters/dpa

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