Rezessionsfolgen: Bahn erwartet Umsatzeinbrüche von 15 Prozent - DER SPIEGEL
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Rezessionsfolgen Bahn erwartet Umsatzeinbrüche von 15 Prozent

Schlechte Aussichten für Hartmut Mehdorn: Der Bahn-Chef rechnet nach SPIEGEL-Informationen mit drastischen Umsatzeinbrüchen. Die Folge: Sein Investitionsplan liegt auf Eis und die Suche nach einem potenten privaten Geldgeber wird immer schwieriger.
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Ein baldiger Verkauf von Anteilen der Deutschen Bahn an einen privaten Investor wird immer unwahrscheinlicher. Das Unternehmen hat auf seiner Aufsichtsratssitzung am Mittwoch vergangener Woche keinen Investitionsplan verabschiedet. Der Grund: Die Geschäftsaussichten sind derzeit für den Konzern äußerst schwer abschätzbar.

So werden aufgrund der Wirtschaftskrise in allen Bereichen Umsatzeinbrüche von 15 Prozent oder mehr erwartet. Welche Investitionen nächstes Jahr in Angriff genommen werden, darüber soll das Kontrollgremium nun in einer Sondersitzung im April auf Grundlage der Zahlen für das erste Quartal entscheiden. Die Bundesregierung hat zwar den geplanten Börsengang der Verkehrs- und Logistiktochter der Bahn wegen der schwierigen Wirtschaftslage und dem Börsenumfeld verschoben, doch Bahn-Chef Hartmut Mehdorn versucht weiter, außerbörsliche Investoren zu finden, zumindest für einen Teil der zu privatisierenden Tranche.

Zuletzt liefen dazu noch Verhandlungen mit der russischen Staatsbahn. Das Interesse von potentiellen Käufern dürfte allerdings angesichts der Ungewissheit über die geschäftliche Entwicklung deutlich zurückgehen. Unterdessen sinkt auch bei Gewerkschaftsvertretern die Unterstützung für das Projekt. Sie vermuten, Mehdorn wolle mit dem Teilverkauf an Investoren in erster Linie die Privatisierung auch für die Zeit nach der Bundestagswahl 2009 unumkehrbar machen.

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