Riesen-Airbus: Tragfläche des A380 bei Test eingerissen - DER SPIEGEL
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Riesen-Airbus Tragfläche des A380 bei Test eingerissen

Pannen-Meldung von Airbus: Bei einem Test des Prestigefliegers A380 ist die Tragfläche gebrochen. Das sei nicht dramatisch, wiegelt der Hersteller ab. Im späten Handel rutscht die Aktie des Mutterkonzerns dennoch deutlich nach unten.
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London/Frankfurt am Main - "Es gab einen Bruch", bestätigte eine Airbus-Sprecherin am Abend. Der Vorfall habe sich bei einem Statiktest ereignet, bei dem die Spitze einer Tragfläche um 7,4 Meter über das normale Maß hinaus gebogen worden sei. Die Tragfläche sei dabei zwischen den beiden Triebwerken eingerissen.

Airbus warnte davor, das Ergebnis überzubewerten. Bei extremen Belastungen sei ein derartiges Vorkommnis nicht sonderlich überraschend, sagte die Sprecherin. "Das ist innerhalb der Margen." Die für Ende des Jahres geplante - und bereits verschobene - Auslieferung der ersten Maschine an Kunden werde wohl nicht weiter verzögert.

Man sei auch insgesamt mit dem Verlauf der Tests zufrieden, betonte die Sprecherin. Die maximal notwendige Belastungsfähigkeit der Tragfläche sei "nur leicht" verfehlt worden. Man sei zuversichtlich, die Anforderungen für eine Zulassung des Flugzeugs zu erfüllen. Allerdings seien wohl einige "Optimierungen" nötig.

Die Börse reagierte nervös. Im späten Frankfurter Parketthandel gaben die Aktien des Mutterkonzerns EADS um 11,94 Prozent auf 27,50 Euro nach.

Fast 80 Meter Spanne

Das A380-Projekt mit Kosten von zwölf Milliarden Euro gilt als das ambitionierteste Unterfangen von Airbus. Der doppelstöckige Jet ist das Flaggschiff des Herstellers und das größte Passagierflugzeug der Welt. Eines der Test-Modelle soll kommende Woche bei der Flugschau Asian Aerospace in Singapur fliegen. Parallel dazu ist eine "Welcoming the A380"-Fachkonferenz geplant.

Der neue Airbus soll in Asien erstmals in den kommerziellen Einsatz starten. Auf der so genannten "Känguru-Strecke" von London über Südostasien nach Australien gehen in den kommenden Jahren mehrere A380-Betreiber ins Rennen. Erstkunde Singapore Airlines will Ende dieses Jahres mit A380-Flügen beginnen. Dann folgen der Großkunde Emirates und die australische Qantas.

Die Tragflächen des A380 haben eine Spanne von fast 80 Metern. Die Maschine passt daher nur knapp in die normalen Stellplätze am Flughafen.

itz/rtr/dpa-AFX/dpa