Riester-Reibach Allianz kassiert Metaller-Millionen
Frankfurt am Main - Auch die Dresdner Bank, Tochter des Versicherungskonzerns, werde an dem Konsortium beteiligt sein, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Johann Goldbrunner, den Vizechef der Allianz Asset Management.
Offiziell soll der Vertrag zwischen dem Arbeitgeberverband Gesamtmetall, der Gewerkschaft IG Metall und den Finanzdienstleistern am Dienstag bei einer Pressekonferenz in Berlin bekannt gemacht werden. Sprecher von Allianz Leben, IG Metall und Gesamtmetall wollten zunächst nicht bestätigen, wie das Konsortium zusammengesetzt sein wird, das die Riester-Fonds der Metaller verwaltet.
Auch Goldbrunner wollte erst dann genauere Angaben machen, wenn die Verträge unterzeichnet sind. Er sagte aber, dass riesige Anlagesummen wie die der Metaller immer von mehreren Partnern gemanagt wurden, nicht nur von einem Einzelanbieter wie der Allianz.
Das Konsortium verwaltet die Rentengelder für die 3,6 Millionen Beschäftigten der Metallindustrie. Nach einer Schätzung der Investmentbank Goldman Sachs wird das Anlagevermögen der neuen Riester-Rente im Jahr 2010 schon 250 Milliarden Euro betragen. Auf betriebliche Pensionsprogramme wie das der Metall- und Elektroindustrie würden dann insgesamt rund 700 Millionen Euro entfallen.