Riester-Rente Rendite noch niedriger als gedacht
Berlin - Nach einer Studie des Ökonomen Klaus Jaeger von der FU Berlin berücksichtigt ein großer Teil der Riester-Rechner bislang nur unzureichend, wie sich die individuellen Steuersätze auf den Ertrag der Altersanlagen auswirken. So werden die Eigenbeiträge der Versicherten, die nach dem Modell von Arbeitsminister Walter Riester sparen, vielfach zu niedrig, die Erträge aber zu hoch angesetzt.
Vor allem im Vergleich zu herkömmlichen Sparanlagen zeichnen die ausgewiesenen Kennziffern deshalb häufig ein geschöntes Bild. So schrumpft die Rendite einer durchschnittlichen Riester-Anlage bei korrekter Betrachtung nach Steuern oft von gut acht auf nicht mal fünf Prozent zusammen, ermittelte Jaeger. Bei den meisten ungeförderten Sparanlagen falle die Differenz zwischen Vor- und Nachsteuer-Renditen dagegen weit geringer aus.