Riester-Rente Union ruft zum Boykott auf
Berlin - Die Union fordert die Bundesbürger auf, Verträge zur privaten Altersvorsorge erst nach der Bundestagswahl abzuschließen. "Die Menschen finden die Verträge zu kompliziert", sagte der sozialpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion, Karl-Josef Laumann, der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Darin liege jedoch der Grund, weswegen derzeit die Bereitschaft zur privaten Vorsorge innerhalb der Gesellschaft nur sehr schwach sei. Deshalb müsse das bisherige Modell zukünftig attraktiver gestaltet werden.
Nach den Vorstellungen der Union, sollte es möglich sein, dass der gesamte angesparte Betrag, ähnlich wie bei einer Kapitallebensversicherung, auf einmal ausgezahlt werden kann.
Genau dies wollte jedoch die rot-grüne Bundesregierung mit der verbindlich vorgeschriebenen monatlichen Auszahlung als Rente verhindern. Denn nur so könne sichergestellt werden, dass das Geld nicht missbräuchlich und zu schnell ausgegeben werde und die Betroffenen letztlich dann doch wieder die Sozialkassen belasten würden.
Darüber hinaus plant die Union aber auch eine stärkere Einbeziehung von Wohneigentum in die staatliche Förderung der Altersvorsorge. Nachdrücklich widersprach Laumann allerdings Forderungen aus der Versicherungswirtschaft, die private Altersvorsorge für jedermann zu Pflicht zu machen. Vielmehr müsse sie so interessant gestaltet werden, dass die Menschen freiwillig vorsorgen