Riskante Lockangebote - DER SPIEGEL
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MOBILFUNK Riskante Lockangebote

• aus DER SPIEGEL 36/2000
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Erhebliche Schäden verbucht die Telekom-Tochter T-Mobil durch den massenhaften Missbrauch ihrer Xtra-Packs. Das Produkt beinhaltet neben vorausbezahlten Telefonkarten, so genannten Prepaid-Karten, auch ein hochwertiges Mobiltelefon. T-Mobil-Chef Kai-Uwe Ricke hatte die Xtra-Packs in den vergangenen Monaten millionenfach zu Preisen unter 100 Mark in den Handel geschoben, um vor dem geplanten Börsengang möglichst hohe Kundenzahlen zu erreichen. Doch die Lockangebote entwickelten sich zu einem enormen Risiko. Betrüger knackten die Sperre, mit denen der Gebrauch normaler Telefonkarten für einen Zeitraum von zwei Jahren verhindert werden soll, und verkauften die Handys massenweise gen Osten. Die Folge: Von gut 20 Prozent der Xtra-Cards wurde nicht einmal der erste Anruf getätigt, und damit sind auch die 250 bis 300 Mark verloren, mit denen T-Mobil jedes Paket bezuschusst. Wegen der Betrügereien und der generell hohen Kosten für die Akquisition der Mobilfunkkunden wird der Überschuss der Telekom in diesem Jahr um voraussichtlich 200 Millionen Euro sinken. Um künftig Missbrauch auszuschließen, soll bei den neuen Xtra-Paketen, die seit vergangener Woche verkauft werden, ein neuer Sicherheitsmechanismus verhindern, dass die Handys mit einer normalen Telefonkarte benutzt werden können.

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