Rogue-Trader-Ranking: Die größten Börsenbetrüger - DER SPIEGEL
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Rogue-Trader-Ranking Die größten Börsenbetrüger

Wie gewonnen, so zerronnen: Wenn die Kontrollen versagen und ein betrügerischer Händler freies Spiel hat, wird es für die betroffene Bank meist richtig teuer. SPIEGEL ONLINE präsentiert eine Chronologie der spektakulärsten Katastrophen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

  • 1990: Junk-Bond-König Michael Milken wird wegen Wertpapierbetrugs zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Das US-Unternehmen Drexel Burnham Lamnbert meldet Konkurs an, nachdem es wegen Milkens Geschäften 650 Millionen Dollar für Strafen und Wiedergutmachungen zahlen muss.
  • 1994: Wall Street Broker Kidder, Peabody & Co. feuert Joseph Jett, den Chef seiner Abteilung für den Handel mit Staatsanleihen. Jetts "Phantom-Trades" kosten Kidder mehr als 200 Millionen Dollar.
  • 1995: Nicholas Leeson, Händler der Barings Bank in Singapur, häuft mit unauthorisierten Derivatgeschäften Verluste in Höhe von 1,4 Milliarden Dollar an.
  • 1995: Der frühere Angestellte der Daiwa Bank, Toshihide Iguchi, gibt zu, dass er durch nicht genehmigte Transaktionen am US-Anleihemarkt 1,1 Milliarden Dollar verloren hat.
  • 1996: Yasuo Hanaka bekennt sich des Betruges und der Fälschung für schuldig. Seine Handelsgeschäfte mit dem Rohstoff Kupfer kosten den Mischkonzern Sumitomo Corporation insgesamt 2,6 Milliarden Dollar.
  • 1999: Martin Armstrong wird beschuldigt, 950 Millionen Dollar Investitionskapital seines Arbeitgebers Princeton Economics International verloren zu haben. US-Behörden zufolge benutzte er das Geld, um Handelsverluste zu verschleiern.
  • 2001: Merrill Lynch feuert zwei Manager, die ihre Aufsichtspflicht gegenüber einem Devisenhändler verletzt haben sollen. Der Händler soll Gewinne an bevorzugte Kunden weitergeleitet haben. Schaden für die Bank: zehn Millionen Dollar


Quelle: "The Wall Street Journal Europe"