Rohstoffrekord Goldpreis durchbricht 900-Dollar-Marke
New York - Glaubt man Händlern, ist der neue Rekord nur ein Zwischenhoch: Es sei damit zu rechnen, dass der Preis für das Edelmetall bald die 1000-Dollar-Marke überschreiten werde, sagte der Goldhändler Gary Yue von der Delta Asia Finanzgruppe heute Morgen, als der Goldpreis an der Börse von Hongkong mit 898 Dollar pro Unze den ersten Rekord heute brach.
Als Motor des Höhenflugs gilt hauptsächlich der schwache Dollar. Fällt die US-Währung, steigt tendenziell der Goldpreis. Zudem gilt das Edelmetall in Zeiten steigender Inflation und wirtschaftlicher Turbulenzen als sichere Investition. Als Grund für die aktuelle Rekordjagd nennen Experten deshalb dieser Tage auch immer wieder die Unsicherheit der Anleger angesichts der Kredit- und Konjunkturprobleme in den USA.
Erst vor wenigen Tagen hatte der Goldpreis das Rekordhoch von 850 Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) aus dem Jahr 1980 geknackt. Äußerungen von US-Notenbankchefs Ben Bernanke über Wachstumsrisiken in den USA gestern Abend haben dem Preisschub zusätzlich verstärkt. Seit Januar 2005 hat sich der Goldpreis mehr als verdoppelt.
Nicht nur beim Gold geht es aufwärts - allgemein erwarten Experten, dass immer mehr Anleger ihre Liebe zu Rohstoffen wieder entdecken. Der Hintergrund ist der gleiche wie beim Gold: In unsicheren Zeiten wird nach halbwegs sicheren Investments gesucht. So wird auch Platin oder Silber immer teurer.
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