Rossmann-Drogerien: Online-Filiale soll 60 Prozent zulegen - DER SPIEGEL
Zum Inhalt springen

Rossmann-Drogerien Online-Filiale soll 60 Prozent zulegen

Die Drogerie-Kette Rossmann will im Online-Geschäft im kommenden Jahr kräftig wachsen. Ab 2003 soll der Bereich Gewinne abwerfen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Burgwedel - "In diesem Jahr realisieren wir rund 27 Millionen Mark Umsatz im Internet, im nächsten Jahr sind bis zu 45 Millionen Mark geplant", sagte Inhaber Dirk Rossmann in Hannover. Insgesamt werde Rossmann auch in diesem Jahr erneut um rund 20 Prozent zulegen. 2000 hatte der Konzern mit 6500 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 1,8 Milliarden Mark erzielt. Zum Gewinn macht das Unternehmen keine Angaben.

Rossmann sagte: "Mit den Wachstumszahlen des Online-Geschäftes bin ich sehr zufrieden. Es wird so weitergehen." Derzeit schreibe die Online-Sparte allerdings noch Verluste. "Aber nicht weil das Geschäft schlecht ist, sondern weil wir so viel investiert haben." Die Investitionen im kleineren zweistelligen Millionenbereich würden sich von 2003 an rechnen.

Rossmann gehört zu den fünf größten Drogerie-Ketten Deutschlands und betreibt mehr als 620 Filialen. Zudem ist das Unternehmen in Polen, Tschechien und Ungarn aktiv. Dirk Rossmann hält 67 Prozent des Unternehmens und gilt als Erfinder des Drogeriemarkt-Konzeptes.

Prozentual habe Rossmann die stärksten Zuwachsraten im deutschen Drogeriemarkt. "Wir legen in diesem Jahr wieder um mehr als 20 Prozent nach 23 Prozent im Vorjahr zu. Im nächsten Jahr werden wir zwei Milliarden Mark Umsatz machen." Besonders die Eigenmarken hätten sich gut entwickelt und lägen nicht mehr weit von dem Ziel entfernt, mit 20 Prozent zum Geschäft beizutragen.

An eine Expansion in Richtung Süddeutschland sei nicht gedacht. "Im Gegensatz zu anderen Ketten, die sich verzettelt haben, sind wir dort, wo wir sind, richtig stark", sagte Rossmann. " "Wir sind weder in Süddeutschland noch im Ruhrgebiet. In Ostberlin aber haben wir 70 Filialen. Auch in Dresden, Leipzig, Hamburg, Hannover sind wir breit vertreten und können dadurch beispielsweise die Werbekosten gering halten." In Polen sei sein Unternehmen Marktführer, in Tschechien und Ungarn liefen die Geschäfte gut: "In Osteuropa machen wir in diesem Jahr 320 Millionen Mark Umsatz."

Ein Börsengang sei für das Unternehmen derzeit kein Thema. "Das macht viel Arbeit. Ich möchte mich mehr um die Entwicklung des Unternehmens kümmern als um Aktienkurse. Für uns ist zurzeit rasantes Wachstum auch mit eigenen Mittel möglich."