Rostocker Tricks - DER SPIEGEL
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WERFTEN Rostocker Tricks

• aus DER SPIEGEL 3/1999
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In einem trickreichen Zusammenspiel versuchen die Treuhand-Nachfolgerin BvS und die Rostocker Kvaerner-Warnow-Werft, den EU-Wettbewerbskommissar Karel Van Miert zu überlisten. Nach den EU-Regeln müßten die Rostocker zumindest einen Teil der Staatsbeihilfen (insgesamt: 1,2 Milliarden Mark) zurückzahlen, weil sie 1998 die von Brüssel bewilligte Produktionsmenge um 26 Prozent überschritten. Finanzminister Oskar Lafontaine versuchte jüngst, die Überproduktion bei Van Miert zu verteidigen; die Elbewerft Boizenburg habe dafür ihr Pensum nicht ausgeschöpft. Aus Brüsseler Sicht ist dies nicht zulässig. Auf BvS-Empfehlung hat Kvaerner noch kurz vor Jahresende zwölf Millionen Mark Beihilfen auf ein Sonderkonto gezahlt. Dies soll der Kommission gegenüber im Notfall als Beihilfe-Rückzahlung dargestellt werden, mit der die Werft rechtmäßig eine Kapazitätsaufstockung erkauft habe.

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