Rote Zahlen: Sozialversicherungen weiten Verluste aus - DER SPIEGEL
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Rote Zahlen Sozialversicherungen weiten Verluste aus

Mehr Ausgaben, weniger Einnahmen: Die gesetzlichen Sozialversicherungen haben im ersten Quartal ein höheres Defizit eingefahren als im Vorjahr. Vor allem die Bundesagentur für Arbeit rutscht tiefer in die Verlustzone.
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Berlin - Die Sozialkassen in Deutschland schreiben weiter rote Zahlen. Insgesamt lag das Minus der Assekuranzen bei 3,7 Milliarden Euro, teilte das Statistische Bundesamt mit. Im Vorjahreszeitraum betrug der Fehlbetrag noch 3,4 Milliarden Euro.

Den Ausgaben der Sozialversicherungen in Höhe von 117,8 Milliarden Euro im ersten Quartal 2008 standen Beiträge in Höhe von 114,1 Milliarden Euro gegenüber. Zwar stiegen die Einnahmen der Kranken-, Pflege-, Unfall- und Rentenversicherung, der Alterssicherung für Landwirte und der Bundesagentur für Arbeit um 1,4 Prozent. Die Ausgaben legten jedoch zeitgleich mit 1,6 Prozent noch stärker zu.

Immerhin: Bei der Rentenversicherung, die etwa 50 Prozent der Gesamteinnahmen ausmacht, schrumpfte das Defizit um 800 Millionen auf 1,3 Milliarden Euro. Die gesetzliche Krankenversicherung, auf die etwa ein Drittel der Einnahmen entfällt, kam dagegen auf ein Defizit von 1,1 Milliarden Euro nach 800 Millionen Euro im Vorjahr.

Die Bundesagentur für Arbeit verzeichnete ihrerseits ein Minus von einer Milliarde Euro nach 300 Millionen Euro im Vorjahr. Zwar gingen hier die Ausgaben zurück, zugleich schrumpften aber auch die Einnahmen. Ein Grund dafür ist, dass die Bundesregierung den Beitragssatz zum 1. Januar 2008 von 4,2 auf 3,3 Prozent gesenkt hat.