Rover Chinesen wollen Markenrechte kaufen
London/München - Die britische Zeitung "Financial Times" hatte berichtet, dass BMW sich bereits mit der Shanghai Automotive Industry Corporation (SAIC) auf einen Kaufpreis von 16 Millionen Euro geeinigt habe. "Gegenwärtig wird mit einigen Interessenten über den Verkauf der Rechte verhandelt, darunter auch SAIC. Eine Einigung gibt es aber noch nicht", erklärte dagegen der BMW-Sprecher. Ein Vertrag werde voraussichtlich im September unterschrieben.
Der Verkauf der Namensrechte würde die endgültige Zerschlagung des letzten großen unabhängigen Autoproduzenten Großbritanniens bedeuten. SAIC hatte nach der endgültigen Insolvenz von MG Rover im April vergangenen Jahres bereits die Design-Rechte für Rover erstanden. Die Schwestermarke MG war zuvor bereits für rund 78 Millionen Euro an den chinesischen Autokonzern Nanjing Automobile verkauft worden.
BMW hatte Rover nach seinem missglückten Engagement auf der Insel im Jahre 2000 für einen symbolischen Preis von zehn Pfund an Geschäftsleute aus Birmingham verkauft. Nach der endgültigen Insolvenz fielen die Markenrechte an BMW zurück. Dem Verkauf der Namensrechte von Rover müsste nun noch Ford zustimmen. Der US-Autobauer hat das Vorkaufsrecht für die Marke Rover, da er den Land-Rover-Geländewagen herstellt. Ford hatte Land Rover vor sechs Jahren von BMW übernommen.
mik/AFP/Reuters