Rover-Debakel Gerüchte um Milberg-Ablösung
München - Ein Nachfolger für Milberg soll Ende Juli feststehen, berichtet die "Financial Times Deutschland" unter Berufung auf Kreise des Top-Managements von BMW. Die Suche nach einem neuen Vorstandsvorsitzenden ist demnach bereits eingeleitet, Milberg selbst sei daran beteiligt. Aus Unternehmenskreisen sei weiter zu erfahren, dass ein externer Manager das Steuer bei BMW übernehmen soll, so die Zeitung.
BMW dementierte die Meldung am Dienstagvormittag. Milberg sei, wenn man den Geschäftsverlauf der vergangenen Monate betrachte, der "erfolgreichste Automobilmanager, den es derzeit gibt".
Unterdessen wurde der Zeitplan für die Beendigung der Rover-Verhandlungen verkürzt. Der BMW-Vorstand will nun schon in zwei Wochen zu einer Entscheidung kommen. Die britische Investorengruppe will dabei offenbar wieder mit BMW verhandeln. Alchemy-Chef Jon Moulton sagte am Dienstag, er stehe weiter in Kontakt mit BMW. "Wir sind über das Wochenende in freundlichem Kontakt gewesen," so Moulton. Das Angebot von Alchemy sei weiter das beste, auch für die Rover-Beschäftigten. Zu dem Gegenangebot des Phoenix-Konsortiums bemerkte er: "Ich fände es toll, wenn das Phoenix-Angebot eine Menge Jobs sichern würde, aber das ist nicht so."
Der BMW-Sprecher betonte, die Verhandlungen mit Alchemy sollten nicht wieder aufgenommen werden. Dafür gebe es nach dem Abbruch der Gespräche in der vergangenen Woche keinen Grund.
Laut Zeitungsberichten hat Moulton in einem Brief an BMW-Finanzchef Helmut Panke die Bedingungen für neue Verhandlungen dargelegt. BMW beginnt am Dienstag Gespräche mit dem Phoenix-Konsortium unter Leitung des ehemaligen Rover-Chefs John Towers.