RTL-Group Uralt-Gesetz blockiert Einstieg ins US-Geschäft
Düsseldorf - Vorgesehen ist, sowohl einzelne Produktionsgesellschaften zu kaufen, als auch ganze TV-Stationen zu übernehmen. Ein altes Gesetz besagt, dass ausländische Firmen nicht mehr als 25 Prozent an US-Fernsehsendern halten dürfen. Middelhoff sagte dem "Handelsblatt", er gehe davon aus, dass die Regelung in wenigen Jahren gekippt werde. "Vorher werden wir uns an Sendern nicht beteiligen können."
Nach dem Börsengang des TV-Konzerns sei kein weiteres Listing einer Bertelsmann-Sparte geplant, so Middelhoff. "Wir haben ja schon im Internetbereich einzelne Firmen an die Börse gebracht. Für weitere Bereiche unseres Stammgeschäfts sehe ich aber keinen Bedarf."
Für die deutsche RTL-Sendergruppe hofft Geschäftsführer Gerhard Zeiler auf die "Library", den großen Programmvorrat Pearsons. Mit den Gameshows aus dem Hause des englischen Produzenten erwartet er ein "zusätzliches Standbein".