WERBUNG Rückschlag für Yello
Ein peinlicher Rückschlag bei seiner jüngsten Werbekampagne droht dem Kölner Stromunternehmen Yello. Seit einigen Wochen wirbt der Stromdiscounter in aufwendigen Fernsehspots für ein neues Produkt: Unter dem Namen »YelloFon«, so der Plan, sollen Zigtausende neue Kunden für Billigtelefonate geworben werden. Dabei haben die Yello-Manager offenbar versäumt nachzuprüfen, ob der Name bereits anderweitig genutzt ist. Ein kleines Unternehmen aus Bielefeld nämlich firmiert seit mehreren Jahren unter diesem Namen, wenn auch in leicht abgewandelter Schreibweise. Unter dem Namen »Yellow Phone« bietet die kleine Firma Telefondienstleistungen wie Branchenauskünfte oder Gesprächsvermittlungen an. Nachdem ein Einigungsversuch gescheitert ist, will Yellow Phone noch vor Weihnachten Klage gegen seinen großen Konkurrenten einreichen. In einem anderen Namensstreit gegen einen noch größeren Gegner, die Deutsche Telekom, hatte sich die Kleinfirma schon einmal bis in die letzte Instanz gewehrt - und 1996 vor dem Bundesgerichtshof gewonnen.