Rückschlag: ZEW-Konjunkturindex überraschend gesunken - DER SPIEGEL
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Rückschlag ZEW-Konjunkturindex überraschend gesunken

Überwindet Deutschland die Wachstumsschwäche? Politik und Wirtschaft hatten gehofft, der ZEW-Index würde ein positives Signal setzen. Doch das Konjunkturbarometer ist im November überraschend gefallen.
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Berlin - Der Saldo der ZEW-Konjunkturerwartungen der rund 300 befragten Analysten und institutionellen Anleger ging im November leicht auf 38,7 von 39,4 Punkten im Oktober zurück, wie das Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) heute mitteilte. Positiven Faktoren wie dem gesunkenen Ölpreis oder der guten Auftragslage in der Industrie habe die Schwäche der Binnennachfrage gegenüber gestanden. "Die Unsicherheit über den künftigen wirtschaftspolitischen Kurs und insbesondere die geplante Mehrwertsteuererhöhung schwächen das Vertrauen der ohnehin schon verunsicherten Verbraucher", erklärte das Institut.

Die aktuelle Lage beurteilten die befragten Experten etwas weniger pessimistisch, der entsprechende Indikator kletterte auf minus 55,2 von zuvor minus 58,0 Punkten. Von Reuters befragte Volkswirte hatten im Schnitt mit einem Anstieg des Erwartungsindikators auf 44,0 Zähler und einer Verbesserung des Lagesaldo auf minus 55,5 Punkte gerechnet. Der Saldo der Konjunkturerwartungen für die Euro-Zone stieg auf 40,0 von 34,7 Punkten.

Nachdem die deutsche Wirtschaft im Sommer mit einem Wachstum von 0,6 Prozent die Flaute des Frühjahrs hinter sich gelassen hat, zeigen eine Reihe von überraschend guter Konjunkturdaten wie das Ifo-Geschäftsklima eine anhaltende Erholung. Noch allerdings sorgen vor allem der Export und zum Teil auch die Investitionen für Wachstum. Die deutschen Verbraucher halten sich beim Konsum weiter stark zurück.